Nach Unfall: Ampel wird mit LED-Technik ausgerüstet

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Wird leicht übersehen: Die Fußgängerampel zwischen der katholischen Kirche und der Kita.

Bebra. Mehr Sicherheit für Kinder, Eltern und alle anderen Fußgänger verspricht eine Verbesserung an der Fußgängerampel vor dem Katholischen Kindergarten an der Lindenallee in Bebra.

Am Freitag wird die Ampel auf moderne LED-Techik umgerüstet, teilte Hessen Mobil gestern mit. Dazu werde die Anlage für acht Stunden außer Betrieb genommen.

Effekt werde nach Angaben von Hessen Mobil sein, dass die Sichtbarkeit der Farben verbessert und so die Verkehrssicherheit erhöht werde. Weitere erwünschte Nebenwirkung: Die Unterhaltskosten für die Ampelanlage sinken. „Die hocheffiziente Technik weist eine höhere Lebensdauer auf, der Stromverbrauch wird deutlich reduziert, und es können zusätzliche Einsparungen bei der Wartung erzielt werden“, erklärte Pressesprecherin Daniela Czirjak von Hessen Mobil.

Anfang Juli war auf dem Überweg ein sechsjähriger Junge angefahren worden, der mit seinem Opa und einem weiteren Kind die Straße überquert hatte. Eltern berichteten, dass Autofahrer häufig die für sie Rot zeigende Ampel übersehen würden. Das farbige Licht sei je nach Lichtverhältnissen schlecht zu sehen, schon 2007 war hier ein Kind angefahren worden. Frühere Vorstöße der Eltern bei Hessen Mobil und bei der Stadt hatten nicht zu Veränderungen geführt. Alfred Fernau hatte als Stellvertreter des Bürgermeisters Anfang Juli aber erklärt, man werde sehen, was zur Erhöhung der Sicherheit getan werden könne.

Auch Bürgermeister Horst Groß befasste sich nach seinem Urlaub mit dem Problem. Alle Behörden gemeinsam hätten überlegt, was getan werden könnte. Groß hofft, dass das kräftigere leuchtende Rot die erwünschte Wirkung zeigt.

Die Eltern hatten Anfang Juli im Gespräch mit unserer Zeitung viele Vorschläge zur Verbesserung der Situation vor Ort gemacht. Unter anderem war auch eine Ausrüstung mit LEDs genannt worden, aber auch ein extra Blinklicht oder eine Art Bring- und Abhol-Lotse. Tempo 30 und eine längere Grünphase waren ebenfalls Vorschläge der besorgten Eltern.

Kein Tempo 30

Für Tempo 30 seien die Voraussetzungen nicht gegeben, erklärte der Bürgermeister. Bei der Lindenallee handelt es sich um eine Kreisstraße. Vorerst sei außer der Umrüstung auf LED-Technik nichts geplant. Die Eltern müssten darauf achten, dass ihre Kinder sicher über die Straße gelangen.

Nach Mitteilung von Hessen Mobil werden Fußgängerschutz- und Lichtsignalanlagen kontinuierlich nach dem neuesten Stand der Technik modernisiert.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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