Nach dem Regen: Forstämter warnen vor Spaziergängen im Wald

Hans-Werner Führer

Hersfeld-Rotenburg. Die Forstämter in Bad Hersfeld und Rotenburg warnen vor Fahrten und Spaziergängen durch den Wald. Wegen der starken Regenfälle der vergangenen Tage seien die Böden aufgeweicht. Bäume könnten jederzeit umstürzen.

„Es besteht ein erhöhtes Risiko, die Situation ist kritisch“, sagt Dr. Hans-Werner Führer, Leiter des Forstamts Rotenburg. Gerade an Stellen mit ohnehin schon feuchtem Boden, etwa an Böschungen, sorge der Niederschlag dafür, dass die Wurzeln nicht mehr genug Halt finden. Da das Blätterwerk im Mai besonders dicht sei, fange es viel Regen auf, sodass die Kronen zu schwer werden und der Baum umfällt.

An vielen Stellen seien bereits einzelne Bäume umgestürzt, sagt Führer. Er bittet um Verständnis, dass nicht alle Bäume sofort weggeräumt werden könnten, da die Waldschäden auf viele Stellen verteilt sei: „Das ist mühsam und kann ein paar Tage dauern.“

Jens Müller

Auch der Leiter des Forstamts Bad Hersfeld rechnet mit kleineren Schäden: „Das ist aber kein Vergleich zu dem Windwurf bei großen Stürmen“, sagt Jens Müller. Er rät dazu, auf Waldspaziergänge, aber auch Fahrten durch den Wald in den kommenden Tagen zu verzichten. Es könne jederzeit ein Hindernis auf der Straße liegen. Außerdem solle man sein Auto besser nicht direkt unter Bäumen abstellen. Bei starkem Wind könnten leicht Äste abbrechen.

Ein weiteres Problem im Wald stelle das Hochwasser dar. Immer wieder seien Durchlässe verstopft, sodass Wege überflutet werden. „Der Wald leidet unter dem Hochwasser“, sagt Müller.

Dabei sei ein kühler und feuchter Mai aus Sicht der Förster besser als ein warmer und trockener Wonnemonat, erklärt Führer: „Das hält die Borkenkäfer in Zaum, die bei schönerem Wetter verstärkt fliegen.“ Aber es müsse ja nicht gleich so viel regnen wie zuletzt. (mcj)

Quelle: HNA

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