Bauliche Gegebenheiten beugen Spannung vor

Nach Massenschlägerei: Kaserne in Rotenburg ist nicht mit Zeltlager vergleichbar

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Vom Bundeswehrstandort zur Erstaufnahme: Die Alheimer-Kaserne in Rotenburg ist seit August 2015 Flüchtlingsunterkunft.

Rotenburg. Rund 100 Asylbewerber sollten nach der Massenschlägerei in der Erstaufnahme Calden auf andere Einrichtungen in Hessen verteilt werden. 

Die Alheimer-Kaserne in Rotenburg hat davon keine aufgenommen, erklärt der kommissarische Einrichtungsleiter Thomas Baader auf Nachfrage.

Die Situation in dem Zeltlager Calden lässt sich laut Baader nicht auf die Alheimer-Kaserne übertragen, wo 757 Menschen in festen Unterkünften wohnen. Die Kaserne ist damit aktuell voll belegt. „Das ist nicht mit uns vergleichbar“, sagt Baader über die Lage in Calden.

Er berichtet erneut von einer grundsätzlich guten Stimmung in der Erstaufnahme Rotenburg. Die baulichen Gegebenheiten mit großzügigem Außengelände, die Beschäftigungsmöglichkeiten und Privatsphäre bieten, würden Spannungen unter den Bewohnern vorbeugen.

Diese Einschätzung teilt auch Polizeisprecher Manfred Knoch. Die Vorgänge in Calden würden aufgearbeitet, die Erkenntnisse fließen dann in die Lagebewertung für Rotenburg ein. Allerdings sei die Situation in der Kaserne grundsätzlich anders gelagert als in dem Zeltlager Calden.

Ob womöglich Flüchtlinge aus Calden in die Kirchheimer Außenstelle der Zentralen Erstaufnahme Gießen gebracht wurden, ist bislang nicht bekannt.

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