Parlament: Resolution nach Wiesbaden und Berlin

Ruf nach Brücke und Umgehung

Rotenburg. Mit einer Resolution will das Rotenburger Stadtparlament nochmals dem Ruf nach einer Umgehung des Stadtteils Lispenhausen sowie einer dritten Fulda-brücke Nachdruck verleihen. Adressaten sind der scheidende hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Dieter Posch und der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba. Das haben die Kommunalpolitiker bei ihrer Sitzung am Donnerstagabend im Rotenburger Rathaus beschlossen.

Hintergrund, wie bekannt: Die Alheimer-Kaserne wird voraussichtlich 2015 geschlossen. So schnell wie möglich soll ein „sinnvolles und konkurrenzfähiges Nutzungskonzept“ für die Liegenschaft auf dem Tisch liegen, fordern die Parlamentarier.

Bundes- und Landespolitiker hätten bei verschiedenen Anlässen betont, dass der Standort nur mit einer vernünftigen Verkehrsanbindung – durch eine Ortsumgehung von Lispenhausen mit Anbindung über eine weitere Fuldabrücke – für private Investoren interessant und nutzbar wäre. Ohne vernünftiges Verkehrskonzept sei der Standort nicht zu vermarkten, die Investitionen des Bundes in Höhe von 40 Millionen Euro würden verfallen.

Die Ortsumgehung Lispenhausen sei, schreiben die Kommunalpolitiker weiter, im Übrigen schon seit 50 Jahren ein Thema. Und eine Grobplanung für eine Fuldabrücke, die sich an einem schon realisierten Projekt bei Mecklar orientiere und kostengünstiger sei, als die Schätzung von Hessen Mobil es angebe, liege ebenso vor.

Hilfe zugesagt

Minister Posch habe der Stadt unmittelbar nach Bekanntwerden der Kasernenschließung seine Hilfe und Unterstützung zugesagt. Die Rotenburger bäten nun um Einlösen des Versprechens und einen unverzüglichen Planungsbeginn.

Auch Bomba habe die Notwendigkeit der Ortsumgehung und der Brücke bekräftigt. Die Rotenburger bitten ihn, diese Aussagen auch gegenüber dem Hessischen Ministerium zu wiederholen, sodass die Planung beginnen könne. (rai)

Quelle: HNA

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