Kritik an Vorgaben für Windkraftanlagen

Nabu: 1000 Meter sind zu wenig

Bebra. Zu dem nach wie vor geltenden Abstand von 1000 Metern, die Windkraftanlagen von der Wohnbebauung Abstand halten müssen, äußert sich der Vorsitzende des Naturschutzbundes Solz, Dieter Gothe. Es sei richtig, wenn Minister Florian Rentsch bei Einführung neuer Modellgenerationen alle fünf Jahre der um weitere 30 bis 40 Meter in die Höhe wachsenden Windgiganten einen größeren Abstand zur Wohnbebauung verordnen möchte. In der Stellungnahme des Nabu zum Landesentwicklungsplan sei schon vor einem Jahr eine Abstandsformel zwischen immer größeren Windrädern und der Wohnbebauung gefordert worden.

„Der von Windradbegeisterung durchdrungene Arbeitskreis Energie in der Regionalversammlung im besonders bedrohten Nordhessen will davon natürlich nichts wissen“, kritisiert Gothe. Die Belange der Einwohnerschaft müssten vor denen der Windkraftbranche stehen.

Den 80 Meter hohen Windkraftanlagen der 600-Kilowatt-Klasse verordnete man in Hessen einen 1000-Meter-Abstand zur Wohnbebauung. „Gleiches soll dann gegebenenfalls 2018 für Giganten mit 275 Metern Gesamthöhe gelten?“, fragt Gothe. (red/ank)

Quelle: HNA

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