Musik-Talente locken an Bebras Anger

Lokalmatadoren: „My Emotional Onion“, mit, von links Bassist Nikolai Heck, Schlagzeuger Michael Funk und Sänger Yussuf Dapgin, legten sich ins Zeug. Fotos: Apel

Bebra. Es grünt so grün, wenn Bebras Blätter sprießen. Ganz besonders am 1. Mai und ganz besonders am Anger, wo an die hundert Leute mit Mrs. Techpäck im „New Sun“ in den Wonnemonat hineingefeiert haben.

Ursula Hieronymus und ihr Team - Christoph Braun hat gerade mal zwei Stunden geschlafen - freuen sich, dass am Tag der Arbeit viel los ist, dass zahlreiche Bäwersche und der eine oder andere Maitourist bei ihnen Halt machen, und dass ganz einfach gute Stimmung herrscht. Auf dem Grill liegen leckere Bratwürste, und auf der kleinen Talentbühne eröffnen die jungen Lokalmatadoren von „My Emotional Onion“ die bis in den Abend andauernde Partie mit einer Eigenkomposition: „Love is Making me Mazy“.

Ganz schön rockig, aber irgendwie auch gefühlvoll kommen die drei Jungs daher. Als Gitarrist und Sänger Yussuf Dapgin (19) mit Unterstützung von Schlagzeuger Michael Funk (16) und Bass-Gitarrist Nikolai Heck zum Besten gibt, dass er ein Eisbär sein möchte, gibt es Riesenapplaus.

Zu Recht, denn auch der wenig später folgende, an Bob Dylans Jahrhunderthit „Knocking on Heavens Door“ angelehnte Song reißt nicht nur die sich schmunzelnd als „Groupies“ bezeichnenden Mütter Heike Funk und Heike Heck mit. Martin Funk findet es toll, dass Christoph Braun so engagiert Nachwuchsförderung betreibt und dass die Stadt voller Aktivitäten ist.

Dann ist Tex Garner dran. Der erst seit knapp zwei Jahren auf der Bühne stehende Country-Sänger aus Bad Sooden-Allendorf hat über 180 Titel in seinem Repertoire. Schnell hat er zusammen mit seiner auf MP3-Format komprimierten Band die richtige Tonlage gefunden. „Mama Tried“, „Rednecks White“ sind Titel, die ins Ohr gehen. Erst recht natürlich die „Dancing Cowboys“ der Bellamy Brothers, mit der seine erste Mission endet.

Am späten Abend wird er noch einmal auftreten - nach der vierköpfigen Gruppe „Bloodmother“ aus Kassel, die zum ersten Mal in Bebra spielt, und nach dem Glamour-Duo „Solowshow“, auf die sich Christoph Braun besonders freut, weil sie einen noch nie eingespielten Queen-Titel im Programm hat.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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