Wilhelm Altmüller ist seit 25 Jahren Pfarrer in der Rotenburger Neustadt

Musik liegt ihm am Herzen

Ein Vierteljahrhundert Pfarrer in der Rotenburger Neustadt: Wilhelm Altmüller. Foto: nh

Rotenburg. 1399 Gottesdienste mit 147 000 Besuchern gab es in seiner Amtszeit. 538 Kinder wurden getauft, 692 Jugendliche konfirmiert und 824 Gemeindeglieder aus der Rotenburger Neustadt beerdigt. Seit dem 1. Mai 1987 ist Wilhelm Altmüller Gemeindepfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Rotenburg-Neustadt. In diesem Jahr begeht er sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Eine Jubiläumsfeier soll es aber nicht geben.

Wilhelm Altmüller, 1954 in Schenklengsfeld geboren, studierte nach dem Abitur in Göttingen und Marburg Theologie. 1979 legte er das erste Examen ab und verbrachte in den Jahren 1980 und 1981 sein Vikariat in Maintal-Hochstadt bei Hanau. Von 1982 bis 1987 übernahm er seine erste Pfarrstelle in Erlensee-Langendiebach, bevor er schließlich nach Rotenburg wechselte. Seit der Reformationszeit ist Altmüller dort der 20. Pfarrer. Innerhalb von einem Jahrhundert waren dort nur vier Pfarrer tätig. Altmüller ist geschieden und hat zwei erwachsene Kinder. Ein besonderes Anliegen war und ist Altmüller die Kirchenmusik. Während seiner Dienstzeit in Rotenburg entstanden eine Flötengruppe, Jugendkantorei und Kantorei, in der Altmüller selbst singt.

Während der vergangenen 25 Jahre, so hat Pfarrer Altmüller nachgerechnet, fanden in der Stiftskirche 155 Konzerte mit insgesamt 45 000 Besuchern statt. Gerne erinnert er sich an die Aufführungen großer oratorischer Werke durch die Kantorei, an Musicals oder die Konzerte mit der Philharmonie der Nationen, Herman Prey, den Wiener Sängerknaben, Ludwig Güttler, dem Blasorchester des Gewandhauses Leipzig, Ivan Rebroff, Angelika Milster oder Gunter Emmerlich. Als besonderen Höhepunkt bezeichnet Altmüller ein Konzert Ende der 1990er- Jahre mit 700 Mitwirkenden und 2000 Besuchern in der ehemaligen Meirotels-Halle.

Zahlreiche Baumaßnahmen, etwa den Neubau des Gemeindehauses, die Renovierung der Kirche von innen und außen, die Anschaffung neuer Glocken, den Neubau der Orgel und die Sanierung des Pfarrhauses hat Wilhelm Altmüller begleitet. Allein für den Neubau der Orgel, so erinnert er sich, kamen in einem Zeitraum von zehn Jahren 87 000 Euro durch Kollekten und Spenden zusammen.

Reisen ins Ausland

England, Israel, Zypern, Griechenland, Tunesien, Marokko und Jordanien waren die Ziele der acht Gemeindereisen. Im Jahr 2009 besuchten Kantorei und Jugendkantorei die Partnergemeinde Nottingham. Der demografische Wandel machte sich auch in der Kirchengemeinde Neustadt bemerkbar. Waren es zu Altmüllers Amtsantritt noch 2300 Gemeindeglieder, ist diese Zahl bis heute auf 2000 gesunken. (jce)

Quelle: HNA

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