Musical: Zeitreise zu den Bee Gees

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Klangen fast wie die Originale: Die Paola-Brüder sind glühende Verehrer der Bee Gees.

Rotenburg. Wer das Bee Gees-Musical in der Rotenburger Göbel Hotels Arena nicht besucht hatte, weil er vermutete, da würden emotionslose Profimusiker eine Geschäftsidee verwirklichen, der hatte sich getäuscht.

Die Massachusetts-Show, benannt nach einem der großen Hits, vermittelte, dass die aus Italien stammenden Sänger glühende Verehrer derjenigen Musiker waren, in deren Rolle sie schlüpften: der Bee Gees.

Walter, Davide und Pasquale aus Paola sind Brüder, so wie Robin, Barry und Maurice Gibb, die Kernmitglieder der britischen Popgruppe. Zusammen mit einer sechsköpfigen Band nahmen die drei Italiener das Rotenburger Publikum mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Band, die im Windschatten der Beatles begann und zu einem grandiosen Comeback der Gruppe als glitzernde Anführer der Disco-Bewegung ab Mitte der 70er Jahre führte.

Die Show lebte von den erstaunlich nach den Originalen klingenden Gesang der Paola-Brüder, vom kraftvollen Sound der Band und von der Umrahmung des Programms durch Jesse Garon, der mit Humor und schauspielerischem Talent den musikbegeisterten Radiomoderator im 60er-Jahre-Sakko gab und das Publikum an die Orte der großen Konzerte führte, wie Florida oder Las Vegas.

Und sie lebte von den zeitlos schönen Songs: „I’ve got to get a message to you“, „Nights on Broadway“, „How deep is you love“, „Staying alive“. Mit dem Keyboarder Blue Weaver betrat zudem ein sympathischer älterer Herr die Bühne, der mehrere Jahre zur Band gehört hatte und Anekdoten wie die erzählen konnte, dass dem Welthit „Djive Talking“ der Rhythmus eines klappernden Tourbusses zugrunde lag.

„Danke, dass Ihr Euch an uns erinnert“, sagte Weaver. „Und dass ihr eure Kinder mitbringt.“

Von Achim Meyer

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Bee Gees Musical in der Göbel Hotels Arena

Quelle: HNA

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