Neue Arbeitsplätze geschaffen

Mundinger Engineering nach Expansion weiterhin im Aufwind

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In der Fertigungshalle bei Mundinger Engineering: Gert Mundinger (von links), Architekt Ulf Möller, Werkzeugmacher Sven Leimbach, Staatsministerin Lucia Puttrich, Holger Mundinger, Fertigungsleiter Christian Walter und Dieter Mundinger.

Der Rotenburger Familienbetrieb schaffte mit EU-Fördermitteln fünf neue Arbeitsplätze. Und das, obwohl das Unternehmen 2009 beinahe pleite war.

Das Rotenburger Familienunternehmen Mundinger Engineering präsentiert sich dieser Tage in bester finanzieller Verfassung. Seit Sommer 2014 werden in der neuen Fertigungshalle, dem ehemaligen Autohaus Stotz an der Braacher Straße, auf 850 Quadratmetern Sondermaschinen für den medizinischen Sektor, Automobilzulieferer und die Konsumgüterindustrie produziert.

Fünf neue Arbeitsplätze konnten durch die Expansion vor zwei Jahren geschaffen werden. Zu den neuen Kräften zählen auch ein Auszubildender zum Maschinenbauingenieur und, in Kooperation mit der Technischen Hochschule Mittelhessen, ein Werkstudent. Insgesamt beschäftigt die Firma mittlerweile 26 Mitarbeiter.

Im zweiten Bauabschnitt der Unternehmenserweiterung soll nun auch die Verwaltung in die neuen Räumlichkeiten umsiedeln. Die Pläne seien bereits fertig, es fehle nur noch ein Nachmieter für das alte Büro und eine endgültige Finanzierung, so Gert Mundinger, der den Betrieb gemeinsam mit seinem Bruder Holger in zweiter Generation leitet.

Der Krise getrotzt

Überschattet wurde die Erfolgsgeschichte des Unternehmens im Jahr 2009, als man „einen Großauftrag in den Sand gesetzt“ habe, so Gert Mundinger. Und das unmittelbar vor der Finanzkrise. Der Familienbetrieb war überschuldet. Nur weil Beschäftigte und Geschäftsführung auf 20 Prozent ihres Gehalts verzichteten „und alle Mitarbeiter bedingungslos mitzogen“, konnte die Insolvenz abgewendet werden.

Seit 2010 schreibe man wieder schwarze Zahlen und seit 2011 sei man schuldenfrei.

Die Expansion von Mundinger Engineering, die Hallen und Maschinen, werden mit europäischem Fördergeld unterstützt. Deshalb stattete die Hessische Staatsministerin und Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich (CDU) dem Unternehmen am Dienstag einen Besuch ab.

Mit dem Förderprogramm könne man wichtige neue Impulse für die hessische Wirtschafts- und Strukturpolitik setzen und gezielt regionale Unternehmen stärken, sagte Puttrich bei ihrem Besuch in Rotenburg.

Maschinen auch in Übersee

Großen Anteil an dem Ausbau der Fertigung und der neuen Halle habe auch Fertigungsleiter Christian Walter gehabt, betonte Gert Mundinger. Durch die Zusammenlegung von Büro und Fertigung an einen Ort sollen künftig ein noch größerer Synergieeffekt und kürzere Arbeitswege entstehen.

Inzwischen werden die Sondermaschinen von Mundinger auch von deutschen Unternehmen in Malaysia, Indien, Mexiko und den USA eingesetzt.

Quelle: HNA

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