Todeszeitpunkt bleibt unklar

Mordprozess Bebra: Angeklagter bleibt bei der Unfallversion

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Besprechung vor dem Prozess: Anwalt Christopher Posch mit seinem Mandanten, der unter Mordanklage steht, vor dem zweiten Verhandlungstag.

Fulda/Bebra. Vor dem Landgericht Fulda ist am Dienstagmorgen der Mordprozess gegen einen 69-jährigen Steuerberater aus Bebra fortgesetzt worden. Er bleibt dabei, dass es ein Unfall war, dass er seiner Frau mit dem Jagdgewehr in den Kopf geschossen hat.

Der 69 Jahre alte Steuerberater aus Bebra, der im Februar seine Frau getötet haben soll, bleibt bei seiner Version, dass es ein Unfall gewesen ist. Der Schuss aus seinem Jagdgewehr, der seine Frau tödlich am Kopf traf, habe sich gelöst, als er gestolpert und auf sie gefallen sei.

Das erklärte der Angeklagte gestern am zweiten Verhandlungstag vor dem Landgericht Fulda. Richter und Staatsanwalt hatten erstmals Gelegenheit, dem 69-Jährigen Fragen zu seiner Unfallversion zu stellen, mit der er zum Prozessauftakt überrascht hatte.

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Der Angeklagte erzählte diesmal deutlich gefasster, wie sich die Ereignisse zugetragen haben sollen. Nicht erklären konnte er dem Gericht, weshalb er nicht schon im Februar bekannt habe, dass es ein Unfall gewesen sei. Keine Antwort hatte er außerdem, weshalb sein Gewehr voll geladen und mit einer Patrone im Lauf im Waffenschrank gestanden haben soll: "Ich war immer sehr bedacht, für mich war die Waffe nicht geladen."

Widersprüchliche Angaben gibt es zum Todeszeitpunkt. Der Angeklagte sagte, dass sich der Unfall am frühen Freitagmorgen, 21. Februar, ereignet habe. Da wurde seine Frau aber schon von der Tochter vermisst. Sie erzählte den Polizeibeamten, die den Leichnam am Freitagabend fanden, dass sie schon am Donnerstag nach ihrer Mutter suchte, weil sie einen Termin mit der Enkelin verpasst hatte. (mcj)

Weitere Einzelheiten lesen Sie am Donnerstag in der gedruckten Ausgabe.

Quelle: HNA

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