Stadtverordnete Bebras wollen Innenstadtentwicklung weiter vorantreiben

Mittendrin schöner wohnen

Bebra. Die Stadt Bebra möchte die Entwicklung und Belebung der Innenstadt weiter vorantreiben und deshalb das Wohnen in der Stadt über das Pflegeheim hinaus weiter fördern. So haben die Stadtverordneten während der jüngsten Sitzung im Rathaussaal beschlossen, dass die Wohnstadt GmbH als Sanierungsträger an drei neuralgischen Punkten Grundstücke erwerben und sie für die Wohnraumbebauung aufbereiten soll.

Die Wohnstadt soll auch den Anstoß geben, damit sich Eigentümergemeinschaften oder Ähnliches bilden, die Wohnanlagen mit unterschiedlicher Zielsetzung bauen. Dabei geht es um die Fläche Ecke Bahnhofstraße/Apothekenstraße, die Fläche zwischen Tegut und Sophienstraße und die unterhalb der Mühlenstraße bis zum Bebrabach.

Für das Vorhaben im Zuge der Stadtsanierung gibt es auch Förderung: In diesen Tagen werden 355 000 Euro von Bund und Land erwartet, die noch in diesem Jahr kassenwirksam werden müssen.

In einem Ergänzungsantrag, den Alfred Vogt (CDU) vorlegte, und der am Ende breite Zustimmung fand, bestimmten die Stadtverordneten, dass die Wohnstadt möglichst gleich an private Investoren vermitteln sollte, um den Etat der Stadt zu schonen. Vogt erklärte, die Wohnstadt habe im Bereich des neuen Einkaufzentrums ihre Aufgabe als Treuhänder für den Ankauf und die Vermarktung von Grund und Häusern zur Zufriedenheit erledigt.

Schandflecke

Keine Mehrheit fand sich für einen Änderungsantrag, den Kurt Wenderoth-Wegener (SPD) vorgelegt hatte. Danach wäre die Wohnstadt zunächst nur mit dem Bereich Bahnhofstraße/Apothekenstraße beauftragt worden.

Die Leerstände seien Schandflecke in der Stadt, erklärte Robert Cavalier (Gemeinsam für Bebra/GfB), Einkaufen und Wohnen in der Stadt müssten attraktiver werden. Die Stadt müsse der Entwicklung vom Dorf zur Stadt, von Landwirtschaft und Bahn hin zu Handel, Gewerbe, Industrie und Logistik Rechnung tragen. Er sprach von einem überschaubaren Risiko, GfB werde dem Ergänzungsantrag zustimmen.

Auch Klaus Reifschneider (FWG) meinte, die Ergänzung sei in Ordnung. Sein Antrag, Grunderwerb nur noch seitens der Stadt vorzubereiten und im Parlament darüber zu entscheiden, habe mit der Sache nichts zu tun, entschied Vorsteher Herbert Börner. Deshalb wurde über den Antrag auch nicht abgestimmt.

Karl-Heinz Lückert (CDU) hatte zuvor erklärt, die Stadt brauche einen Sanierungsträger. Alle drei Flächen seien wichtig.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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