Missbrauch: Urteil gegen 24-Jährigen muss neu verhandelt werden

Nentershausen. Im Fall des 24-jährigen Nentershäusers, den das Landgericht Fulda vor einem Jahr wegen des Missbrauchs von neun Jungen zu einer Jugendstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt hat, wird es eine neue Verhandlung geben.

Die Revision, die sein Anwalt beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe eingelegt hat, hatte teilweise Erfolg. Das teilte der Pressesprecher des Landgerichts, Richter Simon Trost, auf Anfrage mit.

Die Verhandlung beginnt am Donnerstag vor dem Landgericht Fulda. Angesetzt sind drei Tage.

Das Urteil des Landgerichts ist unter anderem aufgehoben worden, soweit der Angeklagte einer sexuellen Nötigung und zweifacher Vergewaltigung für schuldig befunden worden ist. Betroffen hiervon sind vier Jungen. Den Teil des Schuldspruchs, der sich auf fünf weitere Jungen bezieht, zweifelte Karlsruhe nicht an.

In der neuen Verhandlung muss jetzt geklärt werden, ob es sich tatsächlich um Vergewaltigungen gehandelt hat, oder ob ein anderes strafbares Verhalten vorlag, erläuterte Trost. Geklärt werden müsse, ob das Gericht damals die richtigen juristischen Schlussfolgerungen aus den Aussagen der betroffenen Jungen gezogen habe. Die neue Verhandlung könne Einfluss haben auf die Höhe der Strafe.

Weil das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, musste der 24-Jährige die Haftstrafe noch nicht antreten. Überwacht wird er über eine elektronische Fußfessel. (dup).

Quelle: HNA

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