Geld vom Land für umfangreiche Sanierung – Mitarbeiterverzicht auf Weihnachtsgeld

6,6 Millionen für Kreiskrankenhaus Rotenburg

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Ein guter Tag für das Kreiskrankenhaus: von links Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald, Verwaltungsleiter Sassan Pur, Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, Oberin Caren Hünlich, Architekt Mathias Kirschner, Geschäftsführer Reiner Schickling, ärztlicher Leiter Dr. Reiner Sitzler.

Rotenburg. Sassan Pur stellt fußballerisch äußerst gewagte Prognosen. Anlässlich der Übergabe eines Fördergeldbescheids für das Kreiskrankenhaus Rotenburg durch Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke erinnerte Pur an die Geschichte des Hauses.

Gebaut wurde dessen erster Trakt 1954 – Deutschland wurde Fußball-Weltmeister. Das Schwesternwohnheim wurde 1990 fertiggestellt – Deutschland wurde Fußball-Weltmeister. Die jetzt geplanten Arbeiten sollen 2014 beendet sein, wenn die Fußball-WM in Brasilien stattfindet. Deutschland wird ...

Auch ohne solche Aussichten war der Tag der Übergabe ein großer für das Krankenhaus und einer, an dem man dankbar sein solle, wie Reiner Schickling, Geschäftsführer des Krankenhauses, eingangs der kleinen Feierstunde ebenso erwähnte wie Oberin Caren Hünlich, die die Tageslosung aus dem 1. Korintherbrief verlas.

6,6 Millionen Euro gibt es vom Land für Umbau und Umstrukturierung des Altbautrakts C, für die Verbessserung des Brandschutzes sowie einen Umbau der Sterilgutversorgung. Insgesamt kosten die Arbeiten gut 8,1 Millionen Euro. „Auch dafür danken wir, dass Sie eineinhalb Millionen selbst in die Hand nehmen“, sagte Regierungspräsident Lübcke. Allerdings hob er hervor: „Es wird immer ums Geld diskutiert, im Mittelpunkt steht aber doch der Mensch!“ Es sei gut, dass in das Haus weiter investiert werde. Er lobte auch de Diakonie als Träger des Krankenhauses.

Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt schloss sich dem an: „Gut, dass wir den Diakonieverein haben, der das Risiko trägt.“ Er verwies auf die gute medizinische Versorgung der Menschen im Kreis, aber auch darauf, dass es sich bei dem Fördergeld um kommunales Geld handle.

Sassan Pur lag es anschließend am Herzen, die Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses zu loben: „Sie verzichten auf Gehaltssteigerungen und Weihnachtsgeld, sonst wären die Arbeiten nicht möglich.“ An dieser Stelle gab es demonstrativ Beifall.

Pur wies auch darauf hin, dass mit Abschluss der Bauarbeiten die nächsten anstünden. „Die Patientenzimmer im Bauteil A waren 1954 für den damaligen Stand modern. Jetzt aber sind sie geradezu antik.“

Von Rainer Henkel

Quelle: HNA

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