Michael Roth kommt als neuer Staatsminister für Europa ganz schön weit rum

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Auch als Staatsminister für einen Spaß zu haben: Michael Roth lehnt sich auf dem Rotenburger Marktplatz bei einem der Marktweiber aus Bronze an.

Hersfeld-Rotenburg. Eben noch auf Schloss Meseberg mit der Kanzlerin, am Sonntag schon im griechischen Thessaloniki zur Holocaust-Gedenkrede auf Einladung der jüdischen Gemeinde: Aus Heringen hinaus in die Welt - so könnte man die steile Karriere des SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Roth beschreiben, der sich seit Kurzem offiziell "Staatsminister für Europa" nennen darf.

Fast ein Dutzend Länder hat Roth seit seinem Amtsantritt im Dezember schon besucht - am Freitag fand er trotzdem Zeit für eine "Zwischenlandung" zu einem kurzen Gespräch mit unserer Zeitung.

Exotik und Hausmannskost

"Ich bin jetzt sozusagen auf Montage" scherzte Roth über seinen neuen Job. Außer Ministerien, Flughäfen und ab und an einem Restaurant sieht er zwar nicht viel bei seinen "Kürzestbesuchen" in anderen Ländern, doch die Begeisterung für die neue Arbeit und die neuen Kollegen im Auswärtigen Amt ist ihm deutlich anzumerken.

Vor allem die erfahrenen Diplomaten dort "leiten und lenken" ihn dank ihrer großen kulturellen Sensibilität und Auslandserfahrung. Dabei hadert Roth selbst schon mal mit seinen "bescheidenen Fremdsprachenkenntnissen".

Für ihn als überzeugten Vegetarier sind die vielen Auslandsreisen übrigens "null Problem". Nur die Kabinettsklausur auf Schloss Meseberg in Brandenburg war etwas schwer verdaulich: "Die Kanzlerin bevorzugt deftige Hausmannskost", erzählt Roth. Beim Schnitzel mit Kartoffelsalat, vom Kanzleramtskoch kredenzt, musste er deshalb passen.

Roth, der neben Europa auch für die transatlantischen Beziehungen, China, Japan, Korea, den Nahen Osten und Russland zuständig ist, wird in den nächsten Monaten viel rumkommen und dabei wohl auch noch viele exotische Speisen kosten dürfen. "Hier im Wahlkreis haben alle viel Verständnis für meine Situation und freuen sich über den neuen Job", sagt Roth. Im Rahmen seiner Möglichkeiten will er trotzdem vor Ort Präsenz zeigen und sein neues "Privileg" nutzen: "Ich kann jetzt Europa und die Welt in unseren Kreis holen, um dies als kleines Dankeschön an die Region zurückzugeben". Davon verspricht er sich auch mögliche neue Impulse für die Bad Hersfelder Festspiele, die dafür aber "endlich wieder aus den Schlagzeilen rausmüssen."

Auch als Staatsminister für einen Spaß zu haben: Michael Roth lehnt sich auf dem Rotenburger Marktplatz bei einem der Marktweiber aus Bronze an.

Quelle: HNA

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