Protest gegen Windkraft auf dem Wehneberg

300 Menschen beim Sternmarsch

Marsch zur Dachshütte: Auch von Hof Wehneberg machten sich die Teilnehmer auf zur Dachshütte. Foto:  Struthoff

Bad Hersfeld. Rund 300 Menschen haben sich am Sonntagnachmittag an einem Protestmarsch gegen die geplanten Windkraftanlagen am Wehneberg beteiligt. Sternförmig zogen die Teilnehmer aus Heenes, Almershausen, vom Ponyhof Wehneberg sowie aus Rohrbach, Friedlos und Biedebach zur Dachshütte im Stadtwald. Dort informierte die Bürgerinitiative „Rettet den Stadtwald“ über den Stand des Projekt und des Protests.

BI-Sprecher Markus Gressmann richtete einen eindringlichen Appell an die Bad Hersfelder Stadtverordneten, die Verantwortung für das Projekt nicht an den Regierungspräsidenten „abzuschieben“, sondern selbst in der Sitzung am kommenden Donnerstag zu entscheiden, um damit als Stadt weiter handlungsfähig zu bleiben.

„Schauen Sie sich das alles nochmal gut an, hier wird sich viel verändern“, ruft Markus Gressmann, Sprecher der „BI-Rettet den Stadtwald“ ins Mikrophon.

Hier an der Dachshütte soll eine Wendestelle für die schweren Maschinen eingerichtet werden, die hier schon bald den Waldboden umpflügen könnten.

Vergleiche mit den Messstellen in Friedewald hätten ergeben, dass auf dem Wehneberg maximal 5,4 und nicht, wie von Abo-Wind behauptet, 5,8 Meter pro Sekunde wehen. Die BI habe das Windgutachten daher angefochten.

Andrea Zietz von der Bürgerinitiative wehrt sich gegen den Vorwurf, die Bürgerinitiative hätte zu spät gehandelt. „Die Stadt brauchte ganze neun Monate, um uns über das Projekt zu informieren, wir nur eine Woche, um den Widerstand zu formieren.“ Sie bedauert, dass es keine Bürgerbefragung zu dem Thema gegeben hat, und kritisiert, dass außer der CDU im Stadtparlament keine Fraktion den Vertrag mit Abo-Wind eingesehen habe.

Von Kai A. Struthoff

Quelle: HNA

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