Verein für psychosoziale Hilfen „die Brücke“ feierte 25-jähriges Bestehen

Mensch im Vordergrund

Bad Hersfeld. Brücken überspannen Hindernisse, verbinden, führen Menschen zusammen. Genau das tut der Verein für psychosoziale Hilfen im Kreis Hersfeld-Rotenburg „die Brücke“ seit 25 Jahren. Gestern wurden das Jubiläum sowie das zehnjährige Bestehen des Wohnheims „Elke-Kamm-Haus“ mit vielen Gästen im „wortreich“ groß gefeiert.

Ziel des Vereins und seiner Mitarbeiter sei es immer gewesen, die Lebensqualität von psychisch kranken Menschen in der Region zu verbessern, machten Geschäftsführer Erwin Binkofski und der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Jochen Kreissl, in ihrem Rückblick auf die Geschichte des Vereins deutlich. Dass es inzwischen neben einer psychiatrischen Klinik auch ein differenziertes und an die Bedürfnisse der Erkrankten angepasstes Betreuungsangebot gibt, ist der Brücke und ihren engagierten Mitgliedern und Mitarbeitern zu verdanken. Das wurde aus den Grußworten zahlreicher Redner deutlich.

Die Brücke hat inzwischen 50 Mitarbeiter, die 150 Menschen im Wohnheim, im betreuten Wohnen, in der Tagesgruppe und der Beratungsstelle fortlaufend betreuen. Weitere 350 Menschen nutzten die Beratungs- und Gruppenangebote der Brücke.

In Hessens kleinstem Wohnheim, dem Elke-Kamm-Haus, werden zwölf Menschen betreut. Seit der Eröffnung vor zehn Jahren sind 40 Menschen begleitet worden. Der größte Teil von ihnen wechselte in selbstständigere Wohnformen.

„Der behinderte Mensch muss im Vordergrund des Interesses stehen mit seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten.“ Das betonte Dr. Andreas Jürgens, der Erste Beigeordnete des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV). Jürgens betonte, ebenso wie die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz, Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling, Annelore Hermes vom Paritätischen Wohlfahrtsverband und Hedwig Busch-Hettwer von der Klinik für Psychiatrie die stets gute und enge Zusammenarbeit mit der Brücke. Dabei werde zwar immer wieder auch gestritten, doch dann ein gemeinsamer Weg im Interesse der psychisch Kranken und seelisch behinderten Menschen gesucht.

Von Christine Zacharias

Quelle: HNA

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