Stadtparlament macht Weg frei für Verifone-Bürogebäude

Mehrheit für zweites Baufenster im Schilde-Park

Bad Hersfeld. Mit großer Mehrheit hat die Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung ein zweites Baufenster im östlichen Schilde-Park beschlossen.

Durch den Verkauf eines 1800 Quadratmeter großen Grundstücks zwischen Stockwerkshallen und dem geplanten Therapiezentrum ist der Weg frei für den Neubau eines Bürogebäudes, in das die bislang am Stadtrand ansässige Firma Verifone mit etwa 150 Mitarbeitern umziehen will.

Auf Antrag der SPD wurde die Vorlage der Verwaltung dahingehend ergänzt, künftig keine weitere Bebauung zuzulassen und den Ostteil des Parks landschaftsgärtnerisch zu gestalten.

In der Debatte sprach SPD-Fraktionschef Karsten Vollmar von einem Lückenschluss und wies auf den "seriösen Auftritt" des Unternehmens in Fraktionen und Gremien hin. Verifone, ein weltweit präsenter Hersteller von elektronischen Zahlungssystemen, habe sich mit seiner Deutschland-Zentrale zum Standort Bad Hersfeld bekannt, würdigte Vollmar das Interesse.

Auch Andreas Rey, Chef der CDU-Parlamentarier, wies auf die Bedeutung der wirtschaftlichen Entwicklung hin und bezeichnete das Vorhaben als Gewinn für die Stadt.

Frank Berg (FDP) sah den Verlust weiterer Parkfläche unkritisch, weil das gesamte Areal früher Industriefläche gewesen sein. Hans-Jürgen Schülbe (UBH) und Jürgen Richter (FWG) argumentierten ebenfalls für den Grundstücksverkauf.

Dagegen waren wie erwartet die Grünen. Nina Weise-Hübner zeigte sich insbesondere vom Stimmungswandel bei der SPD enttäuscht. Auch der Fraktionspartner NBL stimmte mit "Nein", allerdings wegen des noch fehlenden Baurechts aus juristischen Gründen. Auch der Stadtverordnete Jochen Kreissl war gegen den Verkauf, alle anderen jedoch dafür.

Den Büro-Neubau will die örtliche VR-Bank als Investor errichten und langfristig vermieten. Das Gebäude wird sich gestalterisch an den denkmalgeschützten Backsteinbau der Stockwerkshallen orientieren. Architekt ist das Büro Dorbritz aus Bad Hersfeld. (ks)

Quelle: HNA

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