Stadt wirbt um Familien

Vom Mehrgenerationenhaus bis zum Treff für Alleinerziehende

Bebra. Auf dem Weg zum familienfreundlichen Bebra geht die Stadt nun den nächsten Schritt: Während der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag soll das Konzept „Miteinander in Bebra – Konzept für ein familienfreundliches Bebra“ beschlossen werden.

Es orientiert sich an den Leitlinien, die sich die Stadt bereits im November 2008 gegeben hat. Im Konzept setzt man wegen begrenzter finanzieller und personeller Ressourcen die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege an die erste Stelle einer Prioritätenliste. An zweiter und dritter Stelle stehen das Miteinander der Generationen sowie Freizeitgestaltung und Vereinsleben. Ein Ziel ist es, in der Stadt Bedingungen zu schaffen, unter denen Familie, Beruf und Pflege gut vereinbar sind. Als kurzfristig erreichbares Ziel wird die Schaffung von Pflegeangeboten genannt. So wird beispielsweise ein Pflegebörse vorgeschlagen. Weitere Vorschläge sind die Gründung eines Generationenvereins und der Ausbau von Patenschaften, etwa Spielplatz-Patenschaften. Auch ein Mehrgenerationenhaus unter Nutzung der vorhandenen Räume ist ein Vorschlag aus dem Konzept, über das die Parlamentarier abstimmen werden. Empfohlen wird außerdem, eine Informationsbroschüre aufzulegen und einen Internet-Auftritt Familienfreundliches Bebra zu gestalten.

Weitere Vorschläge aus dem Konzept lauten

• Gründung einer Familienbildungsstätte, zum Beispiel mit Großelternbörse, Erwerb des Babysitterscheins für Jugendliche, Vernetzung von Senioren und Kitas, Angebote der Elternbildung und Aufbau eines Alleinerziehenden-Treffs

• ein Halb-Jahres-Veranstaltungskalender

• eine jährliche Danke-Veranstaltung zur Würdigung des Ehrenamts

• Erstellen einer Bildungslandkarte.

Zunächst enthält das Konzept eine Bestandsaufnahme. Danach wird bis 2030 mit einem Rückgang der Bevölkerung in allen Ortsteilen zwischen 20 Prozent (Lüdersdorf) und 26 Prozent (Rautenhausen) gerechnet. Ganz besonders wird laut Prognose die Zahl der unter 20-Jährigen abnehmen, zwischen 41 Prozent (Breitenbach) bis 52 Prozent (Imshausen). Für das Konzept waren deshalb wichtige Fragen, wie das Profil Bebras als attraktiver Lebens- und Wohnstandort gesichert und ausgebaut werden kann, wie der Abwanderung junger Erwachsener entgegengewirkt und die negativen Auswirkungen der schrumpfenden Bevölkerung und Alterung begrenzt werden können. Das Konzept ist das Ergebnis eines Workshops im März 2013 und einem weiteren Treffen von 35 Vertretern aus Vereinen und Verbänden, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Schulen und Kitas, Eltern und Schülern, Stadtverordneten, Magistratsmitgliedern und Mitarbeitern der Stadtverwaltung. (ank)

Quelle: HNA

Kommentare