Eon Mitte gab Startschuss für Bau der Mittelspannungsleitung Bebra - Nentershausen

Mehr Saft für die ae-Group

Mit Bagger und Starkstrom-Kabel: von links Regio-Meister Lothar Schuhmann (Eon Mitte), Frank Schuster (ae-Group), Dirk Schleicher vom Bauamt der Stadt Bebra, Bürgermeister Ralf Hilmes, Robert Röth-Drehmann (ae-Group), Projektleiter Kurt Stang, Rainer Frommann (Tiefbau Franke), Bürgermeister Horst Groß, Marko Kronfeld (Elektrobau Bellinger), Jörg Franke, Matthias Stöhr, Karl-Heinz Müller sowie Peter Semmler und Gaidano Sottile (Franke) freuen sich, dass der Bau der neuen 20-kV-Mittelspannungsleitung zwischen Bebra und Nentershausen in Angriff genommen werden kann. Foto: Apel

BEBRA/NENTERSHAUSEN. Elf Kilometer lang ist die neue 20-kV-Mittelspannungsleitung, die die Eon Mitte AG von ihrem Umspannwerk am Bebraer Herkules-Markt zum Werksgelände des Autozulieferers ae-Group in der Gemarkung Bauhaus bauen will. Bei einem Termin mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft gab Eon-Mitte-Projektleiter Kurt Stang am Donnerstag den offiziellen Startschuss.

Schon seit vielen Jahren ist der Energieversorger darum bemüht, das Druckguss-Teile-Werk der ae-Group sicher und ohne dass es zu Spannungsschwankungen kommt, mit Strom zu beliefern. 1997 wurde die zum Werk führende Schaltstation in Bauhaus erneuert, 2004 die Schaltanlage im Druckguss-Teile-Werk erneuert und auf die moderne SF6-Technik umgestellt, und 2009 ein zusätzlicher Abgang vom Umspannwerk Sontra aus gebaut.

Als man beim Autozulieferer im vergangenen Jahr über eine Produktionserweiterung nachzudenken begann und bei Eon Mitte nachfragte, begann das Kasseler Unternehmen mit der Planung für den Bau einer neuen und leistungsfähigen Mittelspannungsleitung vom Umspannwerk Bebra zum ae-Werk. Auch die Verstärkung der Leitung vom Abzweig Imshausen zur ae-Group wurde betrieben, damit ausgeschlossen werden kann, dass es bei der sehr energieintensiven Produktion der Aluminium-Teile zu einem Kurzschluss und im Fall der Fälle zu einem Millionenschaden kommt.

Strom darf nicht ausfallen

„Wir können es uns nicht leisten, dass bei der Herstellung unserer hochwertigen Teile der Strom ausfällt und dass das geschmolzene Aluminium fest wird!“, erläuterte Robert Röth-Drehmann, der für Technik und Maschinen zuständige Instandhaltungsleiter der ae-Group. „Pro Ofen könnte ein Schaden von rund 100 000 Euro entstehen, und damit käme dann schnell ein Millionenbetrag zusammen!“

Wie Projektleiter Stang bei der Vorstellung der Pläne betonte, sollen etwaige Beeinträchtigungen für alle Beteiligten so gering wie möglich gehalten werden. Das und die Aussicht auf zusätzliche Arbeitsplätze stieß bei den Bürgermeistern Groß (Bebra) und Hilmes (Nentershausen) auf positive Resonanz. Hocherfreut berichtete Hilmes, dass die Ausweisung von Erweiterungsflächen bereits angedacht sei.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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