Gute Nachrichten für soziale Einrichtungen

Mehr Geld für Frauenhaus und Co.: Land erhöht die Förderung

Hersfeld-Rotenburg. Gute Nachrichten für soziale Einrichtungen in Hersfeld-Rotenburg. Das Land Hessen gibt in diesem Jahr mehr Geld, um Frauenhaus, Frühförderzentrum und Co. zu fördern.

Zwei Angebote erhalten sogar zum ersten Mal Unterstützung vom Land. Exakt 446.441 Euro stellt das Sozialministerium an so genannten kommunalisierten Landesmitteln zur Verfügung, teilt Sozialminister Stefan Grüttner mit. Über deren Vergabe entscheidet der Landkreis, der das Geld selbst noch einmal aufstockt. So stehen 2016 für sechs Aufgabengebiete insgesamt 517.000 Euro zur Verfügung. Im vergangenen Jahr waren es noch 375.000 Euro, erläutert Kreissprecher Dirk Herrmann.

Das Frühförderzentrum des Klinikums Bad Hersfeld, das ich um behinderte Kinder kümmert, erhält 90.381 Euro, 18.530 Euro gibt es für die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung. Das Frauenhaus wird mit 157.217 Euro gefördert, während für die Suchtprävention- und beratung bei der Diakonie 99.404 Euro zur Verfügung stehen. Für den Schutz vor häuslicher und sexualisierter Gewalt stehen erstmals 35.409 Euro zur Verfügung, wobei der Kreis noch mit einem möglichen Träger dieses Angebots verhandelt.

Neu in der Förderung ist auch die Schuldnerberatung (45.500 Euro). „Mit präventiven Maßnahmen wollen wir Armut und soziale Ausgrenzung vermeiden“, sagt Grüttner. Die Schuldnerberatung solle mit der Landesförderung bedarfsgerecht ausgebaut werden, „um sie wieder zu einem festen Bestandteil der Armutsprävention zu machen.“

Mit den meisten Einrichtungen seien die Verhandlungen über Leistungen und die Finanzierung weitgehend abgeschlossen und die Verträge unterschriftsreif, sagt Herrmann. Die Förderung soll den Frauenhäusern eine bessere Finanzierungssicherheit bieten und eine möglichst flächendeckende Versorgung mit Interventionsstellen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen ermöglichen.

Kinder und Jugendliche hätten ein Recht, unbeschwert aufzuwachsen und sich zu entwickeln, erklärt Grüttner. Manche bräuchten dafür den besonderen Schutz des Staates: „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, die Kleinsten unserer Gesellschaft vor Gewalt und Missbrauch zu schützen und Opfern zu helfen“, erklärte der Hessische Sozialminister.

Quelle: HNA

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