Arbeitskreis Dorferneuerung will neuen Anlauf zu Vermarktung starten

Mehr Geld für Dorftreff

Viel versprechender Start: Bei der Eröffnung des Cornberg-Treffs im September 2010 war die Stimmung gut, die Erwartungen waren hoch. Jetzt steht der Treff schon lange leer. Der Arbeitskreis Dorferneuerung setzt auf eine bessere Verhandlungsbasis. Archivfoto: nh

Cornberg. Der leer stehende Cornberg-Treff am Marktplatz des Ortes soll als Laden ausgestattet werden. Das Geld dazu soll aus dem Dorferneuerungsetat zur Verfügung gestellt werden. Das ist der Vorschlag des Arbeitskreises Dorferneuerung, auf den sich die Mitglieder am Montag geeinigt haben.

Die Zukunft des Dorftreffs stand in Mittelpunkt der Sitzung. Gemeindevertretungsvorsitzender Achim Scholz moderierte die Gesprächsrunde. Dabei wurde auch vorgeschlagen, dass Räume des Gebäudes für Praxen zur Verfügung gestellt werden könnten wie Physiotherapie oder Ergotherapie – ein Gesundheitsangebot also.

Wenn der Laden eine Grundausstattung erhält, könnte das einem Betreiber den Einstieg finanziell erleichtern, es würde eine neue Verhandlungsbasis geschaffen, hieß es. Auf dieser Basis sollten dann frühere Interessenten erneut angesprochen werden, lautet der Vorschlag des Arbeitskreises. Eine moderate Pacht könnte ein Übriges tun. Die Verwaltung müsste mit dem zuständigen Amt, dem Fachdienst ländlicher Raum, entsprechende Verhandlungen führen.

Der Cornberg-Treff war 2010 als erstes großes Projekt der Dorferneuerung eingeweiht worden. Er sollte die Bevölkerung mit Lebensmitteln für den täglichen Bedarf versorgen, Dienstleistungen anbieten und vor allem als Treffpunkt für die Bürger dienen. Doch mehrere Betreiber warfen nach kurzer Zeit das Handtuch. Sollte der Vorschlag des Arbeitskreises Dorferneuerung akzptiert werden, könnten die Bedingungen für einen Betreiber grundlegend verbessert werden. Nicht nur, weil weniger Startkapital nötig wäre, sondern auch, weil der Marktplatz inzwischen komplett neu und sehr ansprechend gestaltet wurde – besonders wichtig für eine Außenbewirtschaftung.

Klar ist, darauf machte Achim Scholz aufmerksam, dass im Cornberg-Treff etwas eingerichtet werden muss, das „der Allgemeinheit nützt“. Er sei schließlich mit öffentlichem Geld, Steuergeld, errichtet worden. Deshalb wurden in der Sitzung noch einmal Ideen gesammelt. Unter anderem zum Thema Gesundheit, genannt wurde aber auch eine Wohngemeinschaft für Senioren und eine Markthalle für Selbstvermarkter.

Die Grünflächengestaltung im Ort, die Errichtung eines Spielplatzes für Jugendliche, die Aufwertung des Festplatzes und die Sanierung der Friedhofskapelle – alles Projekte, die mit Geld aus der Dorferneuerung in Angriff genommen werden sollten, insgesamt 65 000 Euro stehen im Haushalt, sollen jedoch noch einmal überdacht werden. Die Friedhofskapelle wollen sich Mitglieder des Arbeitskreises noch einmal genauer ansehen.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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