Mehr Geld für den Cornberg-Treff, CBL und CDU stimmen dagegen

Cornberg. 40.000 Euro aus dem Topf der Dorferneuerung sollen in die Ausstattung des Cornberg-Treffs am Marktplatz fließen. Mit dem Geld soll einem möglichen Investor der Start des Geschäftes erleichtert werden.

Das Geld soll erst dann in Anspruch genommen werden, wenn ein konkreter Bewerber da ist, der den Laden mit kleinem Bistro betreiben will. Das haben die Cornberger Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung mit SPD-Mehrheit beschlossen. Sie folgten damit auch den Vorschlägen des Arbeitskreises Dorferneuerung und des Ortsbeirats. CDU und CBL gehen diesen Weg allerdings nicht mit.

Seine Fraktion tue sich schwer mit dem Dorftreff, erklärte CBL-Vorsitzender Heinrich Peitzmeier. Man zweifle am Konzept zur Belebung des Kommunikationszentrums, das der Cornberg-Treff neben einer Einrichtung der Grundversorgung sein soll. Die Situation beim seit einigen Jahren leer stehenden Treff habe sich nicht grundlegend geändert, außer: Die neue Bäckerei, die im Nachbarhaus eröffnet wurde, übe inzwischen die Kommunikationsfunktion aus, die dem Cornberg-Treff einst zugedacht war.

Michael Boley von der CDU sieht das ähnlich. Das Gebäude könne auch ohne Ausstattung vermietet werden.

Ursel Kuhnsch, SPD-Gemeindevertreterin und Vorsitzende des Arbeitskreises Dorferneuerung, meinte dagegen, für die Gemeinde bestehe kein Risiko, weil das Geld erst dann ausgegeben werden soll, wenn es einen konkreten Bewerber gibt. Man habe intensiv über andere Nutzungsmöglichkeiten für den Treff nachgedacht, zum Beispiel im Sektor Gesundheit. Aber es gebe große Zweifel, ob die Einrichtung von Praxen Zukunft habe.

Geld aus der Dorferneuerung soll außerdem für die Sanierung der Friedhofshalle verwendet werden (25.000 Euro) und für die Dachsanierung des Sporthauses (26.000 Euro). Das wird prinzipiell auch von CBL und CDU unterstützt, gehörte aber mit dem Cornberg-Treff zu einem Gesamtpaket. Deshalb lehnten die Fraktionen ab. Die entsprechenden Anträge werden nun auf den Weg gebracht. Nur noch bis 30. September können Anträge zur Dorferneuerung gestellt werden, erläuterte Bürgermeister Achim Großkurth.

Von Silke Schäfer-Marg

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Quelle: HNA

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