Steigende Zahlen und Kosten auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Mehr Ausländer erhalten Hartz IV

Hersfeld-Rotenburg. In Deutschland steigt die Zahl der Hartz-IV-Empfänger aus anderen EU-Staaten; über die sogenannten Armutszuwanderer vor allem aus Bulgarien und Rumänien wird zurzeit heftig diskutiert. Auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg ist die Zahl der nicht-deutschen Hartz-IV-Bezieher in den vergangenen drei Jahren um 110 gestiegen, während die Zahl der deutschen Arbeitslosen, die Arbeitslosengeld II nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II beziehen, im gleichen Zeitraum um fast 200 Personen gesunken ist.

Auch die Kosten sind gestiegen. Beides führt die Erste Kreisbeigordnete Elke Künholz in erster Linie auf die Erhöhung der Regelsätze und veränderte Bedarfsgrenzen zurück.

Keine Armutszuwanderung

Einen Großteil der Hilfeempfänger machten zudem anerkannte Ayslbewerber und Flüchtlinge aus sowie aktuell die „Kontingentflüchtlinge“ aus Syrien. Unter den arbeitslosen Ausländern seien aber auch bereits in der zweiten oder dritten Generation im Kreis lebende Männer und Frauen ohne deutschen Pass. „Das ist eine Entwicklung, die nicht nur unsere Region betrifft“, erklärt Künholz. Von Armutszuwanderung könne jedoch nicht die Rede sein.

18,42 Millionen Euro hat der Kreis 2013 insgesamt für Leistungen nach dem SGB II ausgegeben, davon entfielen 2,32 Millionen auf arbeitslose Ausländer und deren Familien.

Zwei Jahre zuvor waren es 1,9 Millionen. Die meisten EU-Bürger im Kreis, die Hartz IV beziehen, sind Polen, Spanier oder Italiener.

269 Gemeldete im Januar

Hauptherkunftsländer der Nicht-EU-Ausländer sind die Türkei, Syrien und Afghanistan. Im Januar waren im Zuständigkeitsbereich des Jobcenters beim Kreis 269 Ausländer arbeitslos gemeldet. Seite 2, Hintergrund, Zum Tage

Von Nadine Maaz

Quelle: HNA

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