Martin Jäger macht Bundesfreiwilligendienst beim Kirchenkreis Bad Hersfeld

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Rundgang durch den Alternativen Bärenpark Worbis: Martin Jäger (von links) wird mit zwei der Teilnehmerinnen (Johanna Weppler und Ayoko Wilson) des Projekts „!RespekTiere!“ von einer Mitarbeiterin über das Engagement des Parks informiert.

Bad Hersfeld. Ein Jahr Auszeit vom Lernen, etwas anderes sehen, Erfahrungen sammeln, sich praktisch engagieren und mit Menschen arbeiten - das war Martin Jäger wichtig.

Deshalb macht er ein soziales Jahr als Bundesfreiwilligendienstler (Bufdi) in der Jugendpflege beim Kirchenkreis Bad Hersfeld.

Dabei ist er in Niederaula, Ludwigsau, Kirchheim und Schenklengsfeld unterwegs. Denn jede Gemeinde im Altkreis Hersfeld hat eine Ortsjugendpflege des Kirchenkreises, die kommunal und kirchlich finanziert wird.

„Die Arbeit ist sehr vielfältig und macht mir viel Spaß“, berichtet Martin Jäger, der schon seit längerer Zeit ehrenamtlich bei der Jugendpflege arbeitet und deshalb wusste, was ihn erwartet. „Ich betreue sowohl Kids- und Jugend-Clubs als auch Ferienprogramme und fahre mit auf Konfirmandenfreizeit. Außerdem steht ein wenig Büroarbeit an, um beispielsweise Kindergottesdienste vorzubereiten.“

Somit ist Jäger während seines Dienstes viel und oft unterwegs. Nicht nur unter der Woche, sondern auch am Wochenende. Das sei aber nicht weiter schlimm, erklärt er: „Dadurch bekomme ich viele Einblicke und Eindrücke, kann Erfahrungen sammeln. Jeder Ortsjugendpfleger macht seine Arbeit anders und jede Gruppe, die ich betreue, ist verschieden.“ Zudem kümmert er sich sorgfältig um die Sachen, die er mit den Kindern unternehmen will. „Es ist toll, dass man dabei so eigenständig und selbstorganisiert sein kann und gleichzeitig viel Verantwortung trägt.“

An einem normalen Wochentag hat der Bufdi vormittags frei und betreut von mittags bis abends die verschiedenen Gruppen. Zum Beispiel eine Sport-AG in der Grundschule, die von der Jugendpflege angeboten werden. Danach ist er bei den Kids- und Jugend-Clubs tätig.

Vor dem Studium

Die Gruppen unterscheiden sich nach dem Alter und den Interessen der Jugendlichen: Neben verschiedenen Clubs der einzelnen Gemeinden werden Sportgruppen und auch ein Kochstudio vom Kirchenkreis angeboten.

„Natürlich kann die Arbeit auch mal anstrengend werden“, räumt der 19-jährige ein, „vor allem nach mehreren Tagen auf einer Freizeitfahrt. Aber man bekommt so viel von den Kindern zurück! Wenn eins der Kinder freudestrahlend vor mir steht, weil ich gerade mit ihm gespielt habe, ist es die Mühe absolut wert.“

Bis Ende August absolviert er noch seinen Bundesfreiwilligendienst, danach möchte er Psychologie in Mannheim oder Bamberg studieren. „Mir war wichtig, dass ich mich ein Jahr nach dem Abitur praktisch und mit Menschen arbeite, um mich zu motivieren und herauszufinden ob es denn auch das Richtige für mich ist, was ich mir für die Zukunft vorgenommen habe. Zudem fehlt im Studium leider meistens die Praxis. Ein solches Jahr kann ich jedem nur empfehlen.“

Quelle: HNA

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