Landwirten bereitet das Winterwetter keine Probleme – Schlittschuhlaufen möglich

Manche mögen’s kalt

Currywurst in der Kälte: Matthias Grau macht das kalte Wetter nichts aus. Mütze und Schal hat er nicht einmal. Foto: Sasse

Rotenburg/Wildeck. Das Thermometer zeigt minus elf Grad. Trotzdem steht Matthias Grau am Pommes-Stand an der Fulda in Rotenburg und isst Currywurst. „Ich friere nicht“, sagt er. Als Hausmeister sei er frosterprobt. Außerdem habe der Winter noch gar nicht richtig angefangen. „Minus 15 Grad aufwärts ist Winter“, sagt er.

Auch Nancy, Leonie und Kimberly Michaelis haben sich in die Kälte gewagt. Alle drei sind dick eingepackt, mit Mütze und Schal. „Kinder müssen raus“, sagt Nancy Michaelis. Frische Luft sei gesund. Sie waren in der Rotenburger Innenstadt und sind nun auf dem Weg nach Hause.

Mütze, Strumpfhose, Jacke

Nadine Karbe macht die Kälte nicht viel aus, aber ihre kleine Tochter zieht sie warm an: Mütze, Strumpfhose und eine dicke Jacke gehören dazu. Sie warten am Bahnhof auf den Zug nach Melsungen. Trotz der warmen Kleidung hat Nadine Leonie eine rote Nase.

Auf der Baustelle am Rotenburg-Center sollte eigentlich Beton gemacht werden. Das geht wegen der Kälte nicht, sagt Baustellenleiter René Thiene. So müssen die Mitarbeiter von List Bau andere Arbeiten vorziehen und alles vorbereiten, damit es bei wärmerem Wetter gleich weitergehen kann.

Um sich gegen die Kälte zu schützen, kleiden sich die Arbeiter bei diesem Wetter nach dem Zwiebelschalenprinzip, sagt Thiene.

Die Bauern haben bei dieser Kälte aber noch keine Probleme. Erst ab minus 18 Grad und Wind bestehe die Gefahr, dass die Pflanzen erfrieren, sagt Kreislandwirt Horst Taube. Auch für die Tiere mit Fell sei das Wetter kein Problem. Halten die Landwirte allerdings Schweine, müssen sie stärker heizen.

Die Möglichkeit zum Schlittschulaufen bringt das kalte Wetter auch mit sich. Die Natureisbahn in Bosserode soll ab heute freigegeben werden. Davon ging gestern der Wildecker Bauamtsleiter Wilfried Kleinerüschkamp aus. Bedingung sei, dass es in der Nacht noch einmal richtig kalt werde und kein Schnee auf noch nicht durchgefrorene Flächen falle. Dadurch würde die Eisfläche zum Schlittschulaufen zu uneben.

Auf der Wiese im Heienbach in Rotenburg ist das Eis noch nicht fest genug, sagt der Rotenburger Bauamtsleiter Gerhard Klöpfel. Wenn das Wetter so bleibt, müsse man noch drei bis vier Tage warten.

Von Lara Sasse

Quelle: HNA

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