Seit Jahrzehnten gibt es das Weihnachtsstück beim Bahnsozialwerk

Märchenhaft wie immer

Wenn doch nur nicht alles so spannend wäre: von links Uroma Hertha Grenzebach, Pauline Golez, Felix Viebach, Oma Gerhild Ziehn, Emma Krämer, Tara Maria Witzel (auf der ersten Stuhlreihe) sowie Joel Schade, Sophia Grenzebach, Julian Rüppel und Jonas Schuchardt (ganz vorne) zittern mit Hänsel und Gretel. Fotos: Apel

Ronshausen. Wie gebannt schauen Kinder und Erwachsene nach vorne. Ob es Gretel gelingen wird, ihren in einem engen Stall eingepferchten Bruder zu befreien und die böse Hexe in den Backofen zu stürzen?

Hänsel und Gretel, das bekannte Märchen der Brüder Grimm, hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Über 400 Personen sind der Einladung der Ortsstelle Bebra des Bahnsozialwerks in das Haus des Gastes in Ronshausen gefolgt und verfolgen gespannt, was die Waldfee erzählt, wie Hänsel und Gretel sich auf der Bühne im Wald verirren und schließlich von der bösen Hexe in ihr Knusperhäuschen gelockt werden. Aber das Gute siegt: Mit List entledigen sie sich der Hexe und finden bei ihr sogar noch Gold und Edelsteine, die sie ihrem armen Vater mit nach Hause nehmen.

Strahlende Kinder- und Erwachsenenaugen. Gerhild Ziehn ist zusammen mit ihrer Enkeltochter Emma Krämer und deren Freundin Tara Marie Witzel aus Obersuhl nach Ronshausen gekommen. Die beiden Fünfjährigen kennen das Märchen, aber sie lassen sich immer wieder mitreißen von der spannend und musikalisch originell arrangierten Aufführung des aus acht Schauspielern und vielen weiteren Ehrenamtlichen bestehenden „Theaters auf Tour“ aus Kassel. Besonders Anika Müller, die die Gretel spielt, beeindruckt.

In der Pause zwischen den vier Bildern lassen sich die meisten Kinder ein Würstchen schmecken, und wenn es später nach Hause geht, dürfen sie sich noch ein kleines Päckchen mitnehmen.

Hartig macht’s 40 Jahre

Es ist, wie es immer war, und es soll noch lange so bleiben. Das ist der Wunsch des Vorsitzenden der Ortsstelle, Heinz Hartig, der die Märchenvorstellungen seit ganz genau 40 Jahren organisiert. Seine Vorstandskollegen Heinrich Funk und Alfred Erbskorn sitzen an der Kasse. Sie erzählen, dass sich eine Dame, die seit vielen Jahren in Hannover wohnt, aus alter Anhänglichkeit eine Eintritts- und eine Päckchenkarte besorgt hat.

Alle anderen und die Frauen der Vorstandsmitglieder sind in der Küche zugange. Den aufs Happy End wartenden Kindern ist das egal. Sie haben nur Augen für die Waldfee, die Hänsel und Gretel und ihrem Vater gerade mitteilt, dass sie den von der Hexe gestohlenen Feenschatz behalten dürfen. Das ist wunderbar.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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