Landesfinanzschule Rotenburg verabschiedete ihre Lehrbereichleiterin Ulrike Fleischer in den Ruhestand

Sie machte mehr als den Job

Ende einer Epoche: Lehrbereichsleiterin Ulrike Fleischer (links) wurde vom Direktor des Studienzentrums Rotenburg, Professor Lothar Seitz, verabschiedet. Foto:  Vöckel

Rotenburg. In der Landesfinanzschule Hessen in Rotenburg ist eine Epoche zu Ende gegangen. Lehrbereichsleiterin Ulrike Fleischer wurde bereits Ende Juni in den Ruhestand versetzt. Der offizielle Abschied von der Chefin fand aber erst jetzt in einer Feier im Innenhof des Landgrafenschlosses statt.

Dr. Bernadette Weyland, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium der Finanzen, dankte der langjährigen Mitarbeiterin für ihre engagierte und sachkundige Arbeit. Die Leitende Regierungsdirektorin stand fast 14 Jahre mit an der Spitze der Landesfinanzschule Hessen.

„Für Ulrike Fleischer war das mehr als eine formale Leitungsfunktion“, sagte die Weyland. Durch ihr Wirken habe sie einen maßgeblichen Anteil an der Ausbildung der Anwärter für den mittleren Beamtendienst in der hessischen Steuerverwaltung gehabt.

Mutter der Kompanie

Die Chefin der Landesfinanzschule sei vielfach Initiatorin für Neuerungen und Entwicklungen gewesen, aber auch Aufsichts- und Vertrauensperson. Treffend stellte Weyland fest: „Sie waren die Mutter der Kompanie, der Landesfinanzschule und der ihnen anvertrauten Anwärter, Dozenten und Mitarbeiter!“

Weyland schilderte den Werdegang der nun ausgeschiedenen Mitarbeiterin, die als Tochter eines Verwaltungsbeamten schon früh Einblick in das Verwaltungsleben nahm. Vor ihrer Zeit in Rotenburg habe sie als Vorsteherin des Finanzamtes in Bad Salzungen Verwaltungshilfe in Thüringen geleistet. Das war in den Jahren 1991 und 1992. Danach war Ulrike Fleischer als Vorsteherin des Finanzamtes Bad Hersfeld bis zur Berufung an die Landesfinanzschule tätig. Als äußeres Zeichen des Dankes überreichte die Staatssekretärin der langjährigen Mitarbeiterin einen Hessischen Löwen.

Für das Studienzentrum Rotenburg bedankte sich Direktor Lothar Seitz bei Ulrike Fleischer für ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit. Personalratsvorsitzender Tobias Franz fand ebenfalls lobende Worte für die ausgeschiedene Lehrbereichsleiterin: „Auch wenn der Wind uns hier und da ins Gesicht geblasen hat, haben sie durch ihre Art zu führen es immer verstanden, die Kollegen, egal ob im Tarif- oder im Beamtenbereich, zu motivieren und zu besten Leistungen zu bringen.“ Die Zusammenarbeit mit dem Personalrat sei stets konstruktiv, offen und vertrauensvoll zum Wohl der Landesfinanzschule und aller Bediensteten gewesen.

Zum Abschluss der Feier überraschten die Dozenten sowie Mitarbeiter der Landesfinanzschule und der Verwaltung Ulrike Fleischer mit einem Lied von Freddy Quinn „So schön, schön war die Zeit“ – umgedichtet auf das Leben der ehemaligen Leiterin. Ein Auszug: „Dort, wo man Elster kennt, Steuern beim Namen nennt, da war sie 14 Jahre zu Hause.“

Mit den besten Wünschen für den Ruhestand wurde Ulrike Fleischer anschließend von vielen Gästen, Vorstehern und Ausbildungsleitern der Finanzämter verabschiedet. (zvk)

Quelle: HNA

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