Aktionstag nur für Mädchen an der Brüder-Grimm-Grundschule in Bebra

Lust auf Handball wecken

Erfahrener Anleiter: Trainer Ernst-August Pippert übt mit den Mädchen die Körperhaltung beim Wurf. Foto:  Meyer

Bebra. Der Balanceakt auf der Holzbank hat zunächst nicht viel mit Handball zu tun. Aber: Es geht um Körperkoordination, Geschicklichkeit – und um Zusammenarbeit im Team. Schülerinnen der Bebraer Brüder-Grimm-Grundschule haben an einem Handball-Aktionstag nur für Mädchen teilgenommen.

Angesichts rückläufiger Mannschaftsmeldungen im Mädchen- und Frauenhandball hatte der Hessische Handballverband seine Vereine aufgerufen, in die Schulen zu gehen und Grundschülerinnen eine Einführung ins Handball-Spiel zu geben. Das Interesse in Bebra war groß: Rund 60 Mädchen meldeten sich für die Extra-Sportstunden am Nachmittag an. Dieter Schweitzer vom TSV Bebra und Ernst-August Pippert, Abteilungsleiter bei der TG Lispenhausen und erfahrener Jugendtrainer, übernahmen an drei Tagen das Training in der Turnhalle der Schule.

Teamgeist gefragt

Pippert ließ die Mädchen ein Fang-Spiel machen, bei dem sie ganz unbemerkt die Zusammenarbeit im Team erprobten, gab verschiedene Lauf- und Geschicklichkeitsspiele vor und gab ihnen schließlich den Ball in die Hand. Wurftechnik, Abwehrhaltung und Passspiel lernten die Mädchen.

Die entwickelten einen großen Ehrgeiz. Ob sie daraufhin mal das Training der Jugendspielgemeinschaft Waldhessen besuchen werden, ließen die zehnjährige Marie und Drittklässlerin Hannah noch offen. Hannah ist schon erfolgreiche Leichtathletin. „Mal gucken, ob ich die Zeit finde“, sagte sie.

Seit die Sportvereine aus Rotenburg, Lispenhausen und Bebra sich im Jugendbereich zu einer Spielgemeinschaft zusammengeschlossen haben, können auf allen Ebenen Mannschaften aufgestellt werden.

Aber Pippert beobachtet, dass viele nach der zweiten Klasse wieder aufhören.

Hürde nehmen

Kirsten Jähnert, Sportleiterin an der Brüder-Grimm-Schule, möchte eine Handball-AG an der Schule einrichten und den Kindern so die Hürde zu einer Anmeldung im Verein nehmen. Jähnert: „Wir wollen, dass unsere sportlichen Kinder auch in die Vereine gehen.“

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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