Aktion für behinderte Menschen: Bundeswehr reduziert ihr Engagement

Lüdtke ist neuer Vorsitzender

Im Einsatz für Menschen mit Behinderungen: Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke, Fünfter von rechts, ist neuer Vorsitzender. Foto: nh

Rotenburg. Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke ist neuer Vorsitzender der Aktion für behinderte Menschen. Die Mitglieder des Vereins zur Förderung von Menschen mit Behinderung wählten ihn in ihrer jüngsten Sitzung. Er war bereits jahrelang zweiter Vorsitzender, heißt es in einer Pressemitteilung.

Lüdtke übernimmt den Posten vom früheren Kommandeur des Führungsunterstützungsbataillons 286, Oberstleutnant Uwe Reinhardt, der den Standort Rotenburg verlassen hat (wir berichteten). Reinhardt erklärte, dass die Bundeswehr im Zuge der Auflösung der Alheimer-Kaserne bereits bis zum Ende des Jahres auf deutlich unter 200 Dienstposten reduziert werde. Da auch noch Auslandseinsätze im Kosovo und in Afghanistan anstehen, könne die Bundeswehr die Aktion für Behinderte Menschen nicht mehr in dem bisherigen Rahmen unterstützen. Deshalb sollte der Vorsitz nicht mehr, wie traditionell, vom Standortkommandeur besetzt werden.

Lüdtke dankte Reinhardt und Oberstabsfeldwebel Herzog stellvertretend für alle Soldaten für die jahrelange hervorragende Unterstützung. Einig waren sich die Mitglieder, dass die Arbeit des Vereins auch ohne Beteiligung der Bundeswehr fortgeführt wird. Das Engagement soll durch zusätzliche neue Vorstandsmitglieder aus Politik, Institutionen, Schulen und ehrenamtlicher Tätigkeit auf eine breitere Basis gestellt werden.

Neu im Vorstand

So wurde Ulrich Hornstein, Geschäftsführer des Rotenburger Herz- und Kreislaufzentrums, als Beisitzer ebenso neu gewählt wie Stadträtin Ilse Koch aus Bebra (Beisitzerin) und Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald, der nun 2. Vorsitzender ist.

Geschäftsführer bleibt nach einstimmiger Wiederwahl Wolfgang Schneider. Die Mitglieder waren sich einig, dass ohne sein herausragendes Engagement die Erfolge der vergangenen Jahre nicht erzielt worden wären. Schneider betonte, dass er zwar keine Benefizkonzerte des Heeresmusikkorps mehr organisieren werde, nicht aber seinen ehrenamtlichen Einsatz für behinderte Menschen einstellt.

Finanzierung neu regeln

Er wolle als Geschäftsführer mit seiner Stellvertreterin Lisa Jakob weiter einen Beitrag für die Sache leisten. Dabei gehe es auch darum, die Finanzierung auf neue Füße zu stellen. Da die Einnahmen aus den Benefizkonzerten wegfielen, sei die Aktion für behinderte Menschen verstärkt auf Spenden angewiesen.

Weiterhin wurden in den Vorstand gewählt: Ulrich Völke (Soziale Förderstätten, Schriftführer), Kai Haußen (August-Wilhelm-Mende-Schule, Kassenwart), Sandra Schubert (Führungsunterstützungsbataillon 286, Presse-wartin) und Matthias Mohr (Marinekameradschaft Bebra, Beisitzer). Zu Kassenprüfern wurden Kristiane Menke (Heinrich-Auel-Schule Rotenburg) und Walter Gliem (Awo-Kreisverband Hersfeld-Rotenburg) gewählt. (red/sis)

Spendenkonto: Konto 500 621 22 bei der Sparkasse Hersfeld-Rotenburg, BLZ 532 500 00.

Quelle: HNA

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