Geschäfte im Kreis spüren Internetkonkurrenz bislang aber kaum

Lotto-Verkaufsstellen sehen Existenz bedroht

Hersfeld-Rotenburg. Jede vierte Lotto-Verkaufsstelle in Deutschland wird langfristig schließen müssen. Damit rechnet ihr Bundesverband. Der Grund ist die Konkurrenz aus dem Internet. Seit einem halben Jahr können Lotto-Spieler legal im Netz tippen. Auf die Geschäfte in der Region wirkt sich das bislang aber nur wenig aus.

Die Lotto-Läden würden meist einen Dienstleistungsmix anbieten, sagte Günter Kraus, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Lotto-Toto-Verkaufsstellen und Vorstand des hessischen Lotto- und Toto-Verbandes. Die Kunden bekämen auch Schreibwaren in den Läden. Verringere sich der Umsatz aus dem Lottospiel, rechne sich das Geschäft für einige Läden nicht mehr und sie müssten schließen, zumal sie die Internetkonkurrenz auch auf anderen Feldern spüren, sagt Kraus.

Die Lotto-Läden im Landkreis sind bisher kaum von einer Abwanderung der Kunden ins Internet betroffen. Das ergab eine Umfrage unsere Zeitung. „Zwei meiner Kunden spielen nun im Netz“, sagt Kerstin Pschantka von Kerstins Shop in Nentershausen. „Mit dem Wandel müssen wir alle leben“, meint Helma Frankenberg vom Tabakshop Frankenberg in Rotenburg: „Ältere Kunden werden uns erhalten bleiben, jüngere im Netz spielen.“ Sie kann bislang aber keine Veränderung feststellen. „Meine Stammkunden kommen nach wie vor“, sagt auch Frank Räuber von Lotto am Markt in Bad Hersfeld. Er sieht es gelassen, da er nur noch neun Jahre arbeiten will.

Lotto Hessen erkennt derzeit keine Gefahr für die Verkaufsstellen. Sie seien mit 98 Prozent der größte Umsatzträger, sagt Pressesprecherin Dorothee Hoffmann. „Wir haben Kunden im Internet zurückgewonnen, die vorher auf dem Schwarzmarkt oder im Ausland gespielt haben.“ Seit Juni gebe es beim Internet-Lotto 16 000 registrierte Spieler und Einnahmen in Höhe von 2,3 Millionen Euro. Zum Tage ,

Hintergrund, Seite 2

Von Lara Sasse

Quelle: HNA

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