Lokschuppen bis Ende 2017 fertig - Entscheidung über weiteren Ausbau steht bevor

Beeindruckend präsentiert sich schon jetzt der Lokschuppen: Die ehemalige Bruchbude regt heute die Fantasie an – was wäre hier alles möglich? Mit seinem Industriedesign entspricht das Bauwerk dem modernen Zeitgeschmack ganz und gar. Fotos: Schankweiler-Ziermann 

Bebra. Ein Schmuckstück soll der Lokschuppen in Bebra schon bis Ende des nächsten Jahres werden, denn das Fördergeld von 900 000 Euro muss bis dahin ausgegeben sein.

Der charakteristische Schornstein soll noch in diesem Jahr saniert werden.

Aufsichtsrat entscheidet

Der Lokschuppen wurde bisher statisch-konstruktiv gesichert und mit einem neuen Dach versehen. Nun muss der Aufsichtsrat klären: Was ist gewünscht: Bleibt es bei der unbeheizten „Kalthalle oder wollen wir die an 365 Tagen im Jahr nutzbare Variante?“, fragt Stefan Knoche. Man sei soweit, dass die Bauanträge gestellt werden können. Der Aufsichtsrat der Stadtentwicklung Bebra (SEB) besteht aus Bürgermeister Uwe Hassl, Erstem Stadtrat Bernd Holzhauer und den Fraktionen in paritätischer Besetzung. Noch im September/Oktober sollen die Fragen geklärt werden.

Laut SEB-Chef Knoche fehle noch ein abschließendes Brandschutzkonzept. Vorgesehen sind drei Dachöffnungen für den Brandschutz und für Tageslicht. Ein Lärmschutzgutachten sei erstellt, Schadstoffgutachten laufen - auch für das Kesselhaus nebenan.

Noch offen ist zum Beispiel, ob Gastronomie in dem Gebäude gewünscht wird, Fragen zur Heizung, zu sanitären Anlagen und viele weitere sind zu klären.

Pläne und Ideen

Für beide Gebäude gibt es schon Pläne: • Der Lokschuppen als Veranstaltungsraum (400 Sitzplätze/1000 Stehplätze). Knoche kann sich zwei- bis dreimal pro Jahr Konzerte vorstellen wie etwa kürzlich mit dem belgischen Popstar Milow in Bad Hersfeld. • Ein Niederflurwagen als Bühne, dahinter ein Vorhang und dahinter die Möglichkeit, eine Lok hereinzuschieben. • Das Kesselhaus als kleinerer Veranstaltungsraum (50 Sitzplätze) und ein Verbindungsbau zwischen Kesselhaus und Lokschuppen. • Toiletten, die von Lokschuppen und/oder Kesselhaus aus genutzt werden können. • Vermietung zusammen oder einzeln als Paket, inklusive Bestuhlung zum Beispiel. • Anbau eines Foyers an der Westseite Richtung Parkplatz. • Eine animierte Drehscheibe, die auch per Hand gedreht werden kann - etwa zum Bahnhofsfest. Im Normalfall werden aber über die Drehscheibe Fußgänger vom Parkplatz zum Bahnhof laufen.

Was ist gewollt?

„Was wollen wir, was bringt uns weiter?“ Knoche selbst setzt sich für eine Nutzung an 365 Tagen im Jahr ein - wenn dies politisch gewollt sei. Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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900 000 Euro stehen für Lokschuppen, Kesselhaus und Schornstein zur Verfügung

Quelle: HNA

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