Holzherde für Kabul – Firma Tann in Ronshausen unterstützt Hospital

Hilfe für Afghanistan: Linsen für die Kinder

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In Holzverschlägen verpackt stehen die beiden Herde bereit für den Seetransport über Pakistan nach Kabul. Noch vor dem Winter soll der Container das Irene-Salimi-Kinderhospital erreichen. Das Foto zeigt von links Gerolf Dechentreiter und Jürgen Tann mit seiner Frau Jutta.

Bebra/Ronshausen. Täglich werden im Kinderhospital von Kabul bis zu 200 Mahlzeiten zubereitet. Gekocht wurde bisher auf einem selbstgebauten Herd, der mit Holz befeuert wird. Auch weil die Stromversorgung unzuverlässig ist, setzt man auf die traditionelle Essenszubereitung etwa im Tandoor, in dem das fladenartige Naan-Brot gebacken wird.

Das vierköpfige Küchenteam versorgt neben den kleinen Patienten auch ihre Begleitpersonen und die Mitarbeiter des Irene Salimi Kinderhospitals. Hier werden afghanische Kinder operiert, deren Eltern das Geld für eine medizinische Behandlung nicht aufbringen können.

Unterhalten wird das Hospital von der Georg-Dechentreiter-Wohlfahrts-Stiftung mit Sitz in Bebra. Sie hat in diesem Jahr ein umfangreiches Projekt zur weiteren Verbesserung der Hygienie laufen. Das Großprojekt wird finanziell unterstützt vom Auswärtigen Amt und dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Angeschafft werden Edelstahlmöbel für das Hospital und die Ambulanz. Und die Hospitalsküche wird nach deutschen Standards umgebaut.

Hilfe kommt in Form von zwei Holzherden auch von der Firma Tann aus Ronshausen. „Für einen guten Zweck machen wir das gerne“, sagte Jürgen Tann bei der Übergabe der Holzherde an Gerolf Dechentreiter, Vorstandsvorsitzender der gemeinnützigen Georg Dechentreiter Wohlfahrts-Stiftung in Bebra. Auf den beiden Herden werden künftig neben Reis und Linsen auch frisches Gemüse aus dem biologischen Hospitalgarten gekocht. Zweimal in der Woche bekommen die kleinen Patienten Fleisch dazu. Jährlich kommen über 30 000 gekochte Mahlzeiten zusammen.

Arbeitsbedingungen verbessert

Dank der Firma Tann, die das humanitäre Hilfsprojekt der Stiftung gemeinsam mit der Firma Lohberger unterstützt, könnten die Arbeitsbedingungen für das Küchenteam enorm verbessert werden, teilte Barbara Schweitzer vom Bebraer Büro der Stiftung mit. Weniger Ruß, weniger austretende Wärme, weniger Holzverbrauch – das werde auch den kleinen Patienten zugute kommen.

Die Georg-Dechentreiter-Wohlfahrts-Stifung bittet um Unterstützung für ihre Arbeit in dem Kinderhospital. (ank)

Spendenkonto 190 077 834, BLZ 722 501 60 bei Sparkasse Donauwörth.

Quelle: HNA

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