17. Osthessische Jugendbuchwoche

Liedermacher Fredrik Vahle besuchte die Hönebacher Grundschule

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Kam bei den Kindern gut an: Kinderliedermacher Fredrik Vahle (links) bei seinem Besuch in der Hönebacher Grundschule.

Hönebach. Die Wellenlänge stimmt zwischen den 15 kleinen Kindern und dem großen Kind, das in weinroter Hose, weinrotem Hemd und bequemen Ledermokassins über weißen Wollsocken auf dem zu kleinen Stühlchen im Klassenraum sitzt.

Der Kinderlieder-Macher und Autor Fredrik Vahle war während der osthessischen Jugendbuchwoche zu Gast in der Hönebacher Grundschule.

Von Anne Kaffeekanne, dem Hasen Augustin und dem Cowboy Jim aus Texas hat Fredrik Vahle in den 70er- und 80er-Jahren gesungen und damit vielen Kindern Melodien und Texte eingeprägt. Seine frühen Kinderlieder hätten Themen wie Arbeitslosigkeit, Erziehung, Sexualität und das Leben ausländischer Einwohner aufgegriffen, die zu dieser Zeit noch tabuisiert worden seien, heißt es bei Wikipedia über Vahle.

In den Bann gezogen

Lange ist das her und Vahle ist mittlerweile 71 Jahre alt. Die Hönebacher Grundschüler erreicht der Professor für Germanistik ganz mühelos und zieht sie regelrecht in seinen Bann. Unaufgeregt ist sein Programm, faszinierend sind seine exotischen Instrumente, lustig die absurden Späße. Die Kinder müssen viel lachen. Zum Beispiel, als Vahle inmitten des Stuhlkreises steht und mit der kleinen Ukulele telefoniert.

Auf der kleinen Gitarre spielt Vahle Ausschnitte aus Volksliedern jeder erdenklichen Sprache. Er erzählt die Geschichte von Paule Platsch, dem Wassertropfen, der erst vom Himmel fällt und dann den großen Kreislauf des Wassers mitmacht. Die Kinder lauschen gebannt und ohne einen Laut dem Windspiel, das von Hand zu Hand wandert und dabei geradezu magisch klingelt.

Es ist seine unaufgesetzte Art, die bei den Kindern gut ankommt. Klar ist seine Sprache, seine Sätze sind direkt, so wie bei seiner Begrüßung: "Ihr seid da, ich bin da - also kann s losgehen."

Autoren kamen in die Schulen

Mit beiden Gruppen der Hönebacher Grundschule, in denen die Klassen eins und zwei sowie drei und vier zusammengefasst sind, verbrachte Vahle je zwei Schulstunden. Neben Fredrik Vahle besuchten weitere Autoren in den vergangenen Tagen Schulen rund um Bad Hersfeld, Eschwege und Fulda. Der Friedrich-Bödecker-Kreis hatte die 17. osthessische Jugendbuchwoche organisiert. Der Kreis hat es sich zu Aufgabe gemacht, die Leselust der Schüler zu fördern und so die Lesekompetenz zu stärken. Auch in der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule, in der Brüder-Grimm-Schule in Bebra und der Blumensteinschule in Obersuhl waren Autoren zu Gast. (zmy)

Quelle: HNA

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