Leimendämmler sangen beim Kirmesauftakt eine wiederentdeckte Heimatweise

Heimatabend in Ronshausen: Ein Lied ging zu Herzen

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Ihr Auftritt bewegte die Ronshäuser: Die Leimendämmler sangen beim Heimatabend zum Auftakt der Kirmes das wiederentdeckte „Ronshäuser Lied“ und berührten damit die Herzen der Zuhörer.

Ronshausen. Weniger auf Klamauk, dafür auf Heimat, Gefühl und Tanz haben die Organisatoren des Heimatabends in Ronshausen gesetzt. Die Feier im Haus des Gastes war gut zwei Stunden lang der erste Glanzpunkt der Ronshäuser Kirmes.

Sie wird diesmal vom Eisenbahn-Sportverein und vom Pool-Billard-Club veranstaltet.

Früher Höhepunkt war die Wiederaufführung des 1953 von Wilhelm und Reinhard Ide geschriebenen „Ronshäuser Liedes“ durch die von Eugen Balduf und Edeltraut Kötter inspirierten „Leimendämmler“. Zur 950-Jahrfeier im vorigen Jahr hatte ihnen noch die Melodie gefehlt. Aber der Zufall wollte es, dass einem Chormitglied bei einem Aufenthalt am Chiemsee die jetzt in Oberbayern lebende Ronshäuserin Luise Blaurock über den Weg lief. Die alte Dame hatte die Melodie im Kopf und es war ihr ein Vergnügen, alle fünf Strophen in einem Tonstudio in Rosenheim aufzeichnen zu lassen.

So war es Balduf möglich, die Noten zu setzen und das Lied mit den „Leimendämmlern“ einzuüben. Darin kommt zum Ausdruck, was „das stolze und starke Ronshäuser Herz“ bewegt - und deshalb kam es bei den Zuhörern natürlich sehr gut an.

Eingerahmt: Leimendämmler-Boss Eugen Balduf (Mitte) überreichte Bürgermeister Markus Becker (links) und Helmut Miska das „Ronshäuser Lied“.

Damit es nicht wieder in Vergessenheit gerät, überreichte Balduf Bürgermeister Markus Becker und Helmut Miska, Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft, je eine gerahmte Ausfertigung. Becker, ein Klavierspieler, will das Lied sogar einüben und vortragen.

Kirmesmädchen und -jungen hatten die Kirmes nach der traditionellen Übergabe an die Veranstalter und dem Aufzug der Erntekrone eingetanzt. Dann ging es Schlag auf Schlag: Die jungen „Flöhe“ erfreuten das Publikum mit Jazztanz, die Gruppe „Ceili Rhythm“ begeisterte mit irischem Stepptanz, die „Majoretten“ überzeugten mit einem Girls-Girls-Girls-Potpourri, und die Gruppe „Dance United“ verzückte mit Songs von Madonna und Abba.

Bilder vom Heimatabend

Heimatabend Kirmes in Ronshausen

Den originellsten Auftritt jedoch zeigte die Theatergruppe des Kultur- und Carneval-Vereins: Die Schlagerparade mit Maria und Margot Hellwig, DJ Ötzi, Heino, Trude Herr und Ralf Bendix (Matthias Kranz und Armin Apel interpretierten den „Babysitter-Boogie“) kam besonders gut an. Durch das Programm führte Frank Schäfer. Für die musikalische Begleitung sorgten das Eisenbahn-Blasorchester Bebra unter der Leitung von Igor Karassik sowie Eugen Balduf am Keyboard und Wolfgang Janoschek am Saxofon.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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