Liebe in Noten gefasst

Klaus Heißner aus Nentershausen hat in Istrien einen Hit gelandet

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Ein Lied für Istrien: Klaus Heißner liebt die kroatische Halbinsel Istrien und besucht sie seit Jahrzehnten. Jetzt hat er ein Lied geschrieben, das dort sogar im Radio gespielt wird. Von seinem Garten in Nentershausen hat er einen schönen Blick über den Ort bis zur Tannenburg im Hintergrund.

Nentershausen. Klaus Heißner liebt die kroatische Halbinsel Istrien und besucht sie seit Jahrzehnten. Nun hat er Istrien mit einem Lied ein musikalisches Denkmal gesetzt - und nicht nur das: Sein Lied „Moja lijepa Istria - mein schönes Istrien" wird dort sogar im Radio gespielt.

Der 73-Jährige aus Nentershausen machte die Musik in seinem Leben zum Beruf: Nach dem Studium der Orchestermusik mit Schwerpunkt Klarinette und Saxophon bei der Bundeswehr war er Soldat im Heeresmusikkorps 2. Seine Liebe gilt bis heute der volkstümlichen Blasmusik. Privat hatte er eine Band und begleitete mit ihr in den 70er und 80er Jahren Schlagerstars wie Mary Roos bei Auftritten in der Region. Gleichzeitig schrieb er auch eigene Titel.

Lustige Musikanten

Im Studio lernte Heißner Peter Staab kennen, der mit den Wildecker Herzbuben zusammenarbeitete und heute die Titel des Musikers Matthias Reim arrangiert. Zusammen mit Wolfgang Schwalm von den Herzbuben produzierten sie 2002 Heißners Album „Hier bin ich zu Haus“ voll radio-reifer Schlager. Heißner singt darauf fröhlich von lustigen Musikanten und schwärmt im „Sontra-Lied“ von der Schönheit seiner Heimat.

Zu dem Erfolg mit dem Istrien-Lied kam es so: Bei einem der vielen Urlaube auf der Halbinsel, die er und seine Familie seit 1980 mit dem Camper besuchen, fielen ihm Melodie und Text ein. Heißner fasste seine Liebe zu der mediterranen Landschaft und den freundlichen Menschen, von denen viele zu Freunden geworden sind, in Worte. „Mein Herz gehört dir“, und „Wie lieb’ ich dich so sehr“, dichtete Heißner.

Flotter Rhythmus

Peter Staab arrangierte das Lied und versah es mit einem flotten Rhythmus. Im Juni sang Heißner das Stück auf dem Fischerfest des Urlaubsortes Vrsar vor 1000 Menschen und wurde prompt vom Redakteur eines Radiosenders zum Interview eingeladen. „Das wird der Sommerhit“, sagte der. Freunde berichteten Heißner, dass das Stück immer noch im Radio gespielt werde.

Deutsche Radiosender sind noch nicht auf Heißner aufmerksam geworden. Aber für ihn ist klar: Für eine eigene Karriere als Schlagersänger ist er zu alt.

Das Lied „Moja lijepa Istria“ steht auch auf Youtube im Internet.

Zur Person:

Klaus Heißner wurde 1943 in Nentershausen geboren. Sein Vater war Bergmann und wollte seinem Sohn unbedingt das Erlernen eines Instruments ermöglichen. So kam er zur Klarinette und später zum Saxophon. Er studierte Orchestermusik bei Otto Schäfer und war bei der Bundeswehr schließlich Oberstabsfeldwebel und Musikzugführer. Privat absolvierte er nebenher ein Dirigentenstudium. Heißner ist Vorsitzender des Männergesangvereins. Er ist verheiratet, hat zwei Söhne und vier Enkelkinder.

Quelle: HNA

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