Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung in Ronshausen wird beibehalten

Licht bleibt nachts weiter aus

Rolf Hildebrandt

Ronshausen. Die Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Ronshausen wird beibehalten. Das beschlossen das Gemeindeparlament am Donnerstagabend mit sechs Stimmen von CDU und WGR gegen eine Stimme aus den Reihen der SPD bei sechs Enthaltungen von SPD und FDP.

Die SPD hatte das Thema auf die Tagesordnung gebracht, den förmlichen Antrag stellte Ronshausens Bürgermeister Markus Becker. Sigrid Sauer von der SPD hatte zuvor kritisiert, dass die Nachtabschaltung nach der vereinbarten Testphase im Zeitraum zwischen September 2012 und September 2013 ohne weiteren Beschluss einfach fortgesetzt worden sei. „Von sich aus wollen Sie diesen Unrechtszustand offensichtlich nicht beheben“, sagte sie an die Adresse des Bürgermeisters gerichtet.

„Mit dem Abschluss des Schutzschirm-Vertrages hat das Parlament nicht alle seine Rechte an der Garderobe abgegeben.“

Rolf Hildebrandt

„Das hört sich dramatisch an, ist es aber weit weniger“, entgegnete Reinhard Brandau von der WGR. Schließlich sei die Abschaltung Bestandteil des Schutzschirm-Beschlusses. „Mit dem Abschluss des Schutzschirm-Vertrages hat das Parlament nicht alle seine Rechte an der Garderobe abgegeben – wenn das so wäre könnten wir nämlich daheimbleiben“, antwortete SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Hildebrandt darauf.

Mit der Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung hat die Gemeinde Ronshausen im Zeitraum zwischen September 2012 und September 2013 ihren Energieverbrauch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 34 Prozent gesenkt. Darauf verwies Bürgermeister Becker erneut. Trotz eines Anstiegs der Stromkosten seien 25 Prozent der Straßenbeleuchtungs-Stromkosten eingespart worden. Das seien mit 7860 Euro mehr als die zuvor berechnete Einsparung von 7000 Euro gewesen. Auch bei Unfällen oder Straftaten – wie von einigen vor der Abschaltung befürchtet – sei kein Anstieg verzeichnet worden. In Ronshausen bleiben die Laternen somit von 0.30 bis 4.45 Uhr – an Wochenenden ab 1 Uhr – aus. Ausnahmen zu Sonderanlässen wie Festen, während derer nachts viele Fußgänger unterwegs sind, soll es weiter geben.

„Ich könnte das Licht auch gar nicht so einfach wieder anschalten lassen“, erklärte Becker, „weil das Geld dafür nicht im Haushalt enthalten ist.“ Dann müsste zuerst die Finanzierung geklärt werden, merkte der Verwaltungschef an.

In einem weiteren Antrag zur Straßenbeleuchtung forderte die SPD-Fraktion den Gemeindevorstand dazu auf, Alternativen zur bisherigen Abschaltungspraxis zu prüfen. Dieser Vorschlag wurde einstimmig verabschiedet. Fotos: Gottbehüt

Von Peter Gottbehüt

Quelle: HNA

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