Parlament beschließt einstimmig Richtschnur für Handeln in Rotenburg

Leitbild mit Leben füllen

Ein Blick über Rotenburg: Links vorn im Bild ist Neumayer-Tekfor zu sehen, dahinter der Wohnmobil-Platz und in der Bildmitte die Jakob-Grimm-Schule. Foto:  Schankweiler-Ziermann

Rotenburg. Ein Leitbild hat sich die Stadt Rotenburg gegeben. Während der jüngsten Stadtverordnetenversammlung wurde es einstimmig beschlossen. Neue Beschilderungen, ein einheitliches Wegesystem könnten die ersten Schritte zur Attraktivitätssteigerung der Stadt sein. Das Leitbild sei der Anfang eines Prozesses und Richtschnur für Verwaltungshandeln. „Papier ist geduldig“, sagte Bürgermeister Christian Grunwald, entscheidend sei das Tun.

Auf Initiative der Stadtverwaltung und des Vereins „Gemeinsam in Rotenburg“ hatte im Mai dieses Jahres ein Workshop für alle Bürger stattgefunden. In Arbeitsgruppen wurde dann das dreiseitige Leitbild erstellt. Es soll die Interessen von Rotenburgern, Unternehmen und Vereinen widerspiegeln und helfen, die Wohn- und Lebensqualität in der Stadt zu verbessern. Hier einige Punkte aus dem Leitbild, wo es konkret wird: • Erhalt und weiterer Ausbau der Stadt als Bildungszentrum

• Vorhandene Kaufkraft soll durch attraktives Einzelhandelsangebot möglichst vollständig in der Stadt gebunden werden • aktive Tourismusförderung • bezahlbareWohnungen • aktive Vermarktung leer stehender Fachwerkgebäude • attraktive Dorfmittelpunkte • Ziel ist die autarke Vermarktung und Nutzung von in Rotenburg regenerativ erzeugter Energie (Sonne/Wasser/Wind) • Besonderer Wert wird auf ein bedarfsorientiertes Kinderbetreuungsangebot gelegt • Vernetzung von Schule, Verwaltung und Ausbildung, um künftigen Generationen hier eine Perspektive bieten zu können • größtmögliche Transparenz der politischen Entscheidungen vor Ort

Christiane Ringer (SPD) dankte insbesondere Karl-Heinz Lies vom Verein Gemeinsam in Rotenburg für das Engagement. Sie rief dazu auf, positiv über die Stadt zu sprechen und sie nicht schlecht zu reden. Hartmut Grünewald (UBR) nannte das Leitbild einen bunten Strauß von Ideen, der mehr sei als ein Wunschzettel. Auch Jonas Rudolph (CDU) würdigte das ehrenamtliche Engagement. Die Mitarbeit vieler Rotenburger sei das Bemerkenswerte. Jetzt gelte es, das Leitbild mit Inhalt zu füllen. „Alle stehen in der Pflicht“, sagte Rudolph.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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