Flinke Finger im Haar

Leistungsfrisieren: 49 Friseurinnen im Wettbewerb

Rotenburg. Die Haare hochgesteckt, messingfarben schimmernde Löckchen an der Seite - mit dieser Frisur wäre Carina Beisheim ein Blickfang auf jedem Abendball. Im Mittelpunkt stand bei der Veranstaltung im Foyer der Rotenburger Göbel Hotels Arena allerdings nicht die junge Frau aus Bebra.

Die Aufmerksamkeit galt den 49 angehenden Friseurinnen, die bei verschiedenen Wettbewerben des Leistungsfrisierens der Friseurinnung des Landkreises Hersfeld-Rotenburg antraten.

In zwei langen Reihen saßen die Modelle vor Tischen mit Spiegeln, auf denen sich in großer Menge Haarsprays, Cremes, Föhns, Kämme und Rundbürsten verteilten. Konzentriert gingen die Friseurauszubildenden, übrigens nur Frauen, zu Werke, ließen sich nicht ablenken. Flink glitten ihre Finger durchs Haar, in schnellem Takt fielen kleine Büschel zu Boden. Beim Leistungsfrisieren ging es auch darum, den Zeitrahmen einzuhalten.

Fünf Wettbewerbe

In fünf Wettbewerben maßen sich die angehenden Friseurinnen: Da ging es um eine Föhnfrisur ohne Schnitt, um ein festliches Abend-Make-up, um einen trendigen Herrenhaarschnitt, einen modischen Kurzhaarschnitt für die Dame und um eine festliche Abendfrisur.

Stefanie Reh aus Rotenburg nahm am ersten Wettbewerb teil und wusste schon vor dem Startschuss, was sie aus ihrem Modell Sabrina Pontow machen würde: „Sabrina ist eher der peppige Typ.“ Sabrinas kurzen, rot gefärbten Haaren verlieh sie mit Föhn und Gel Stand und sorgte so für eine pfiffige Frisur.

Juror Kay-Uwe Liebau beurteilte die Arbeiten und verriet zwischendurch die Kriterien: Ob die Frisur zum Typ passt, sei entscheidend. Liebau: „Gibt es Augenmagnete, die in der Frisur stecken?“

Eher alltagstauglich

Nach Abschluss aller Wettbewerbe tummelten sich im Foyer der Arena viele frisch herausgeputzte Frauen und Männer. Wenige Frisuren schrill und auffällig, die meisten eher alltagstauglich. Dafür, dass sie Carina Beisheim schön für einen Abendball gemacht hatte, erhielt Natalie Bernauer, die im Lispenhäuser Salon Natalie Reuchsel ausgebildet wird, einen Siegerpokal.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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