Lebensbäume sollen Kinder an Natur heranführen

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Mit Spaß bei der Sache: Zwei Familien pflanzten in Süß Lebensbäume – sie sind auf dem Foto zu sehen mit Anhang, Helfern und Organisatoren. Fotos: Meyer

Süss. Der Umwelt- und Naturschutzverein Nentershausen hat insgesamt schon mehr als 200 Lebensbäume für Neugeborene gepflanzt. Auch an diesem Osterfest beteiligten sich wieder zahlreiche Familien an der besonderen Aktion.

Von Achim Meyer

Die Luft ist klamm und ein sanfter Lichtsaum über dem morgendlichen Wald zu sehen, als Stefan Curth den breiten Kinderwagen den asphaltierten Weg von der Süßer Grillhütte hinaufschiebt. Für den pensionierten Förster Karl-Heinz Berndt ist heute perfektes Lebensbaum-Wetter. Die Feinwurzeln an den Wurzelstöcken sind an der frischen Luft nicht vertrocknet. Für 14 Kinder wurden am Ostersamstag rund um Nentershausen Bäume für im zurückliegenden Jahr geborene Babys gepflanzt.

Als Stefan Curth und seine Frau Simone die abschüssige Wiese erreichen, ist er leicht aus der Puste, während die Zwillinge Amalia und Sophia pausbäckig und neugierig aus den wärmenden Decken blicken. Vor gut einem Jahr wurden sie geboren.

Stefan Curth stammt aus Süß, Simone Curth aus Eisenach. Sie ist Hotelfachfrau, er kaufmännischer Angestellter. Zusammen gehen sie oft hier oben spazieren und haben den Ort ausgekundschaftet. In drei Reihen stehen hier schon Lebensbäume, an deren Ästen zart grüne Blättchen wachsen. Für Amalia und Sophia haben die Eltern einen Apfelbaum ausgewählt, Sorte „Geheimrat Oldenburg“. Karl-Heinz Berndt, der die Lebensbaum-Pflanzungen vor zwölf Jahren initiiert hat, hat ihn mitgebracht.

In den kommenden Wochen werden die Elternpaare drauf achten müssen, dass die Wurzeln der jungen Bäume ausreichend Wasser bekommen und bei zu wenig Regen mal eine Gießkanne den Berg hinauftragen.

Was man beim Pflanzen beachten muss und für welche Kinder Bäume gepflanzt wurden, lesen Sie in unserer gedruckten Dienstagausgabe.

Quelle: HNA

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