Jugendraum in Raßdorf wird saniert – Ortsmitte soll schöner Treffpunkt werden

Leben auf dem Dorfplatz

Die Kirche ein Schmuckstück – der Jugendraum links daneben marode: Beide zusammen sollen ein attraktives, aufeinander abgestimmtes Ensemble werden. Das erfuhren die Raßdorfer auf einer Bürgerversammlung. Foto: Dupont

Rassdorf. In Raßdorf soll es bald wieder eine attraktive Ortsmitte geben. Der Jugendraum wird grundlegend saniert und so wieder für die jungen Leute nutzbar. Das Gebäude und das Umfeld sollen so gestaltet werden, dass sie zusammen mit der schmucken Kirche ein einheitliches Ensemble bilden.

Die Pläne dafür stellten der Wildecker Bauamtsleiter Wilfried Kleinerüschkamp und Architekt Max von Trott zu Solz in einer Versammlung in Raßdorf vor. Mehr als 30 Bürger nahmen daran teil.

Das kleine Gebäude diente früher als gemeinschaftliche Gefrieranlage. Als sie still gelegt wurde, richteten sich die Jugendlichen dort provisorisch einen Raum ein. Die gröbsten Schäden verkleideten sie mit Holz. Zeitweise nutze auch der Suff Raßdorf die Anlage. Nicht nur das Heizen war ein Problem.

Der Raum wird schon seit mehr als drei Jahren nicht mehr genutzt. Er ist dringend sanierungsbedürftig, berichtete der Bauamtsleiter auf Anfrage unserer Zeitung. Außerdem gibt es seit mehreren Jahren auf kommunaler Ebene keinen Jugendpfleger mehr in der Gemeinde, der die Jugendlichen betreuten könnte.

Jugendliche setzten sich ein

„Die Dorfgemeinschaft und die Jugendlichen haben sich dafür stark gemacht, dass der Raum wieder nutzbar wird“, berichtete Kleinerüschkamp

Das etwa 45 Quadratmeter große Jugendraum-Gebäude, das der Gemeinde Wildeck gehört, wird innen komplett saniert. Die Toilettenanlage wird ersetzt – möglichst barrierefrei. Auch eine energetische Sanierung ist geplant, zum Beispiel eine neue Dämmung der Decke. Die Wände werden neu verputzt und gestrichen. Erneuert werden auch die Elekroanlage sowie die Fenster und Türen. Einen neuen Anstrich erhält das Gebäude ebenfalls.

„Kühltruhe neben Kirche“

„Bislang wirkt das Gebäude wie eine Kühltruhe neben der Kirche“, hatte Architekt von Trott zu Solz in der Bürgerversammlung gesagt. Der Architekt hatte 1999/2000 auch den Neubau der Kirche geplant und betreut. Durch die Sanierung und Neugestaltung soll der ganze Bereich einen schönen, zueinander passenden Anblick bieten. Eine Bank um die Linde auf dem Vorplatz wird zum Plaudern einladen. Zwischen dem Jugendraum und der Trafostation wird eine Sitzecke aufgestellt.

Raßdorfer packen mit an

„Die Raßdorfer haben die Pläne sehr positiv aufgenommen“, berichtete der Bauamtsleiter. Sie wollen auch kräftig mit anpacken. In Eigenleistung könnten die Raßdorfer zum Beispiel die Wände neue verputzen, die Elektroleitungen verlegen und Pflasterarbeiten übernehmen. Ortsvorsteher Dietmar Torreiter will sich umhören und die Eigenleistung organisieren. Eventuell wird es auch einen kleinen Arbeitskreis geben, der die Arbeiten koordiniert.

Von René Dupont

Quelle: HNA

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