Miniermotte schwächt Kastanien – abgefallene Blätter nicht liegen lassen

Laub sollte entsorgt werden

Hersfeld-Rotenburg. Die Kastanien sind reif, aber viele Bäume sind schon kahl wie im Winter oder haben eingerollte braune Blätter. Was den Bäumen zu schaffen macht, ist ein kleiner Falter, die Kastanienminiermotte. Die Kastanien in unserer Gegend seien alle betroffen, sagt Karl-Heinrich Claus vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen. Denn das Problem mit der Miniermotte gibt es schon seit den 90er-Jahren. Die Larven der Motte fressen Gänge (Minen) in die Blätter und zerstören sie nach und nach. Im Laub unter den Bäumen überwintern die Puppen, und die ersten Falter schlüpfen dann im April, legen wieder ihre Eier an den Blättern ab. Natürliche Feinde haben die Motten bisher kaum.

Claus weist darauf hin, dass es ein Mittel gegen die Miniermotte gibt, mit dem man ihr zumindest Einhalt gebieten kann. Sie lässt sich chemisch kaum bekämpfen, auch mit Pheromonfallen bekommt man das Problem nicht in den Griff, erklärt der Pflanzenbauberater.

Was hilft, ist die Entsorgung des Laubs, in dem die Puppen der Miniermotte überwintern. Es sollte entsorgt werden: entweder in der Mülltonne oder der offiziellen Biotonne, deren Inhalt fachgerecht und mit hoher Temperatur kompostiert wird, um die widerstandsfähigen Puppen zu vernichten. Das ist auf dem heimischen Komposthaufen so nicht möglich, weshalb Claus die Mülltonne empfiehlt.

HINTERGRUND

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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