Stelle in Verwaltung wird wieder gesplittet

Last auf zwei Schultern verteilen

Wildeck. Weil die Arbeit allein nicht zu schaffen sei, wird die Stelle der Zentral- und Finanzabteilung in der Gemeindeverwaltung Wildeck in Zukunft wieder auf zwei Stellen aufgeteilt.

Dafür wird aber keine neue Stelle geschaffen. Stattdessen wird die Stelle für die Seniorenberatung bei den Gemeindewerken umgewidmet. Die Seniorenberaterin war im vergangenen Jahr in den Ruhestand gegangen und ihre Stelle nicht wieder besetzt worden. Nach längerer Diskussion haben sich die Wildecker Gemeindevertreter einstimmig auf dieses Vorgehen geeinigt. Dazu war der ursprüngliche Antrag der SPD-Fraktion in einigen Punkten abgeändert worden.

Die Stellen sollen unverzüglich neu ausgeschrieben und besetzt werden. Bereits eingegangene Bewerbungen auf die ausgeschriebene Stelle der Zentral- und Finanzabteilung werden berücksichtigt.

Eine Person allein sei mit der Arbeit völlig überlastet, erläuterte Michael Kaufmann den Antrag der SPD. Deshalb bleibe auch viel Arbeit liegen. „Noch gibt es keine Jahresabschlüsse der Gemeinde für 2010, 2011 und 2012“, sagte Kaufmann. Auch eine Eröffnungsbilanz sei noch nicht erstellt. Es fehle einfach Personal. Früher habe es immer einen Hauptamtsleiter und einen Kämmerer gegeben. Die SPD schlägt auch vor, ob es nicht eigene junge Mitarbeiter in der Verwaltung gibt, die eine der beiden Stellen besetzen könnten.

Viel Arbeit angesammelt

Auch die Fraktionssprecherin der Grünen, Martina Selzer, sprach sich dafür aus, zusätzlich zur Neubesetzung der Hauptamtsstelle einen Finanzfachmann einzustellen. „Nur mit massivem zusätzlichen Aufwand können die Aufgaben abgearbeitet werden, die sich angesammelt haben“, sagte Selzer.

„Eine Person allein werde unter der Arbeit irgendwann zusammenbrechen“, mahnte auch Gerhard Bick (FDP). Auch er rief dazu auf, eigene Leute zu nehmen. Zustimmung signalisierte ebenfalls der Fraktionschef der FWG, Jörg Krause. (dup)

Quelle: HNA

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