Lange Pause von Hessen Mobil bestätigt

Umgehung Lispenhausen: Erst 2017 gibt es wieder Geld für die Planung

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Aktion: Die Ortsumgehung für Lispenhausen wird schon seit vielen Jahren immer wieder diskutiert. Unser Foto zeigt protestierende Bürger aus Lispenhausen im Dezember 2012. 

Lispenhausen. Erst im nächsten Jahr wird es wieder Geld vom Land für die Planungen der Ortsumgehung Lispenhausen geben. 

Das bestätigte der Regionalbevollmächtigte von Hessen Mobil, Peter Wöbbeking auf HNA-Anfrage. 

Das Land habe in diesem und im vergangenen Jahr den Fokus auf Sanierungen von Straßen und Brücken gelegt. 

Eine entsprechende Antwort hatte auch CDU-Landtagsabgeordnete Lena Arnoldt auf ihr Schreiben an den hessischen Ministerpräsidenten Bouffier bekommen. Wöbbeking hat inzwischen auch den Magistrat der Stadt Rotenburg über den aktuellen Stand informiert.

Die Arbeiten für die Ortsumgehung der Bundesstraße 83 mit der Vorzugsvariante, die die Anbindung von und zur B 83 vorsieht, sowie für die Alternative, die Anbindung an die Bundesstraße 27, haben weitgehend geruht. 2017 soll der Planungsbehörde Hessen Mobil Geld für Ingenieurleistungen zur Verfügung gestellt werden, damit umweltfachliche Daten neu erhoben werden können. Dabei geht es vor allem um die Auswirkungen eines Anschlusses von der B 27 bei Bebra auf ein Vogelschutzgebiet. Außerdem müssen, so Wöbbeking, noch technische Fragen geklärt werden.

Weiter dringender Bedarf

Zur Verkehrsuntersuchung, die bereits im vergangenen Jahr vorgenommen worden war, liegt noch immer nur ein Zwischenbericht vor. Der bestätigt allerdings, dass Lispenhausen nach wie vor dringend eine Umgehung braucht.

Für den endgültigen Bericht ist nach Angaben von Peter Wöbbeking auch eine Prognose nötig. Die sei aber abhängig von den Planungsvarianten: Eine Umgehungsstraße, die direkt von der B 27 abgeht, würde wohl anders genutzt als eine, die nur einen kurzen Schwenk um den größten Rotenburger Stadtteil macht. Dies müsse noch im Einzelnen untersucht werden.

Mit dem bisherigen Verlauf der Planung sind auch die Vertreter der Rotenburger CDU nicht zufrieden: „Es ist enttäuschend und demotivierend, wenn man sieht, dass seit dem Bürgerentscheid kaum etwas passiert ist“, heißt es seitens Fraktionsvorsitzenden Jonas Rudolph und Stadtverbandsvorsitzenden Andreas Börner. Man hoffe auf zügige Fortsetzung der Arbeiten, mache sich aber keine Illusionen. Auch die weiteren Planungsschritte würden wohl Jahre dauern.

Keine Aussage konnte Regionalbevollmächtigter Peter Wöbbeking zum Bau einer dritten Fuldabrücke machen. Noch immer sei nicht geklärt, wer die Baulast übernehmen werde.

Grumbachbrücke kommt neu

Fest hält man bei Hessen Mobil am Neubau der B 83-Grumbachbrücke zwischen Lispenhausen und Bebra, die über die Bahngleise führt. Diese Brücke werde 2018 abgerissen und neu gebaut. Eine provisorische Anbindung an die B 27 sei weiterhin geplant, erklärte Wöbbeking. Das Projekt werde unabhängig von der Ortsumgehung umgesetzt. Bei der Bahn habe man für 2018 Sperrpausen beantragt, die für Abriss und Neubau nötig sind.

Quelle: HNA

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