Jüngste Direktkandidatin ihrer Partei

Lieblingsorte: Landtagskandidatin Arnoldt tankt Kraft in der Natur

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Die Heimat im Blick: Lena Arnoldt hat vom Schwalbenthal am Hohen Meißner ihren Heimatort und einen Teil ihres Wahlkreises im Auge.

Am 22. September werden der Bundestag und der hessische Landtag gewählt. Unsere Zeitung war mit den Direktkandidaten aus der Region, deren Parteien bereits im Parlament vertreten sind, an deren Lieblingsorten. Heute: Lena Arnoldt, Landtagskandidatin der CDU . 

Zu ihrem Lieblingsort bringt Lena Arnoldt ein Picknick mit. Dabei hat sie auch an Kleinigkeiten gedacht. Das Brot kommt aus Hoheneiche, die Wurst aus Germerode und der Käse aus dem Ringgau - allesamt Betriebe aus ihrem Wahlkreis.

Lena Arnoldt versucht ihre Heimat im Blick zu haben. Am besten kann sie das vom Schwalbenthal aus. Von dem Aussichtspunkt am Hohen Meißner hat sie nicht nur ihre Heimat und ihr Elternhaus im Auge, sondern behält auch den Überblick. Die 30-Jährige liebt es, in der Natur zu sein. "Hier kann ich zur Ruhe kommen und Kraft tanken", sagt sie.

Das gelingt ihr nicht nur am Schwalbenthal, sondern auch beim Joggen durch die Natur. Dann sortiert sie sich, ordnet ihre Gedanken. Einmal pro Woche versucht sie Laufen zu gehen. "Wenn ich meinen Inneren Schweinehund besiegt habe", sagt sie. Denn im Moment hat sie ihre Hobbys hinten angestellt. Der Wahlkampf verlange ihr zu viel Zeit ab. Ihr Arbeitstag beginnt im Moment morgens um 7 Uhr und endet meist erst kurz vor Mitternacht. Freizeit bleibt da kaum. Aber die Germeröderin weiß, wofür sie es macht. "Mit einem bisschen Glück möchte ich dieses Hobby zu meinem Beruf machen", sagt sie.

In die Wiege gelegt 

Die Politik wurde ihr quasi in die Wiege gelegt. Solange sie denken könne, mache ihr Vater bereits Politik. Friedrich Arnoldt ist in der Gemeindevertretung Meißner Sprecher der CDU-Fraktion und war selbst schon Bürgermeisterkandidat in Meißner. "Schon als Kind habe ich Plakate geklebt", erinnert sie sich an ihre Anfänge in der Lokalpolitik. Gemeinsam mit ihrem Vater hat sie auch die Entscheidung gefällt, für den Landtag zu kandidieren. "Er ist mein Mentor."

Heimat als Motivation

Er hat ihr auch die Frage gestellt, warum sie in den Landtag möchte. Die Antwort ist mit ihrem persönlichen Interesse verknüpft. "Ich möchte, dass die Leute, die hier leben, in Wiesbaden anständig vertreten werden." Ihre Heimat sei ihre Motivation. Und Heimat bedeute für sie auch Familie, Freunde und Menschen, die sie mag.

Lena Arnoldt ist die jüngste Direktkandidatin der CDU-Hessen für die Landtagswahl. Ein Problem mit ihrer Jugendlichkeit sieht sie nicht. "Ich fühle mich immer ernst genommen", sagt sie. Ein Sprichwort von Charles Dickens findet sie für ihre Situation sehr passend: "Auch eine schwere Tür hat nur einen kleinen Schlüssel nötig."

Jahresurlaub geopfert

Für die Zeit nach dem Wahlkampf hat Lena Arnoldt bereits Pläne - ob sie erfolgreich sein wird oder nicht. "Man mag es kaum glauben aber ich freue mich auf die Arbeit und meine Kollegen." Die Legislaturperiode beginnt im Januar. Bis dahin wird sie zu ihrem Arbeitgeber nach Kassel zurückkehren. Zurzeit pausiert sie in ihrem Beruf. Für den Wahlkampf wurde sie von Berger, Strecker&Partner einen Monat freigestellt. Für die restliche Zeit hat sie ihren Jahresurlaub geopfert.

Zeit für Ferien bleibt jetzt nicht. Wenn sie mal richtig lange frei hätte, würde sie gerne weit weg fahren. Südamerika oder die USA reizen sie. Ein bisschen die Seele baumeln lassen. "Aber nicht zu lange, ich bin kein Strandurlaubstyp", sagt sie. Menschen und Kulturen kennenlernen sei interessanter. Hinterher habe man einen noch besseren Blick für die Heimat.

Von Tobias Stück

Quelle: HNA

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