Land stellt Bedingungen für Sanierung des Kreiskrankenhauses

Hersfeld-Rotenburg. Ein Konzept zur Zusammenarbeit, das nicht nur das Klinikum Bad Hersfeld und das Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ) in Rotenburg, sondern auch das Kreiskrankenhaus (KKH) Rotenburg einschließt, erwartet das Ministerium für Soziales und Integration von den genannten Häusern.

Anderenfalls kann das KKH offenbar nicht mit dem erwarteten Fördergeld des Landes für die Sanierung des Bettenhauses B-Flügel rechnen, die im Frühjahr beginnen sollte. Ob dies auch für die Freigabe von Fördergeld für die beiden anderen Häuser gilt, wollte das Ministerium gestern nicht bestätigen.

KKH-Geschäftsführerin Margit Schmaus erklärte gegenüber unserer Zeitung, alle drei Häuser seien aufgerufen, sich zusammenzutun. Die Forderung des Ministeriums, bis April ein Konzept vorzulegen, hält sie vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels für legitim. Medizinische Fachrichtungen in einem so regional begrenzten Raum mehrfach vorzuhalten, sei nicht zielführend.

Am KKH müssten laut Krankenhausplanung des Landes die Grund-, Regel- und Notfallversorgung gewährleistet sein. In welchem der drei Häuser die einzelnen Fachabteilungen angesiedelt würden, darüber müsse verhandelt werden – dies sei der Spielraum der Akteure, sagte Schmaus.

Dem Kreiskrankenhaus, dessen Träger der Diakonieverein Berlin-Zehlendorf ist, laufe die Zeit davon, betonte Schmaus. „Wir wollen und müssen bauen.“ Man müsse sehen, dass man nicht von anderen überholt werde, so Schmaus mit Blick auf den Krankenhausneubau von Asklepios in Melsungen.

Dasselbe gilt jedoch auch für das HKZ und das Klinikum. Nach uns vorliegenden Informationen finden bereits Gespräche zwischen den drei Beteiligten statt, in denen der Radiologe Dr. Johannes Flicker im Namen der Diakonie verhandelt.

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