Rotenburg und Bund wollen Konversion vorantreiben

Land kam nicht zum Treffen über die Alheimer-Kaserne

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Wollen bei der Konversion der Alheimer-Kaserne enger Zusammenarbeiten: Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald (links) und Staatssekretär Rainer Bomba aus dem Bundesverkehrsministerium.

Berlin/Rotenburg. Der Bund und die Stadt Rotenburg wollen bei der zivilen Umwandlung der Alheimer-Kaserne (Konversion) besser zusammenarbeiten. Eine Abordnung der Fuldastadt nahm gestern an einem Treffen im Bundesverkehrsministerium teil.

"Wir haben viel geklärt und wollen die Kommunikation weiter verbessern", sagte Bürgermeister Christian Grunwald gegenüber unserer Zeitung. Neben Vertretern des Ministeriums, das für Stadtentwicklung zuständig ist, war eine hochrangige Vertreterin der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) dabei, der auch die Kasernengrundstücke gehören. Alle Seiten seien interessiert, die Konversion reibungslos voranzutreiben, sagte Grunwald: "Man ist uns mit großer Offenheit entgegengekommen."

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Das erhofft sich Grunwald, der seit Mittwoch Sprecher einer Arbeitsgruppe von 30 Kommunen mit zu schließenden Bundeswehrstandorten ist, nun auch vom Land Hessen. Dessen Vertreter habe an dem Treffen trotz Zusage nicht teilgenommen. Daher konnte insbesondere die künftige Anbindung der Alheimer-Kaserne nicht näher besprochen werden. Die Teilnehmer seien sich einig gewesen, dass die Planung von Brücke und Ortsumgehung Lispenhausen verbunden werden sollen. "Deshalb brauchen wir jetzt ein klares Bekenntnis des Landes zur dritten Fuldabrücke", sagte Grunwald. Staatssekretär Rainer Bomba wolle das Thema beim hessischen Verkehrsminister Florian Rentsch ansprechen.

Mithilfe der Bima sei es inzwischen gelungen, die geplante Potenzialanalyse für die künftige Nutzung der Alheimer-Kaserne voranzutreiben (wir berichteten). Der Auftrag für die Untersuchung soll laut Grunwald in Kürze an eines von fünf Büros vergeben werden. Die Ausschreibung hatte sich um mehrere Monate verzögert, weil die Bundeswehr Unterlagen unter Verschluss gehalten hatte, die für die Analyse benötigt werden. Genau diese Probleme sollen durch die engere Zusammenarbeit von Stadt und Bund beseitigt werden.

Exklusives Treffen für zwei Kommunen

Bürgermeister Grunwald, Stadtverordnetenvorsteher Klaus Troch, Hauptamtsleiter Ralf Wassermann und der Fachdienstleiter für Bauleitplanung, Heinrich Wacker, waren auf Einladung von Staatssekretär Rainer Bomba nach Berlin gereist. Der eintägige Workshop wurde exklusiv für Rotenburg und Landstuhl in der Pfalz veranstaltet, wo ein US-Hospital zur Umwandlung ansteht.

Beide Kommunen gehören nach Aussage Grunwalds zu den Ersten, die die Konversion ihrer Militärstandorte vorantreiben. Die Erfahrungen mit diesen Konversionen sollen dem Bund helfen, die vielen Standortaufgaben im Rahmen der Bundeswehrreform besser abzuwickeln. (mcj)

Quelle: HNA

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