Sanierung kostet 250 000 Euro – Denkmal hessischer Geschichte

Land Hessen will Schlossruine Blumenstein in Wildeck erhalten

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Die Ruine Blumenstein soll saniert werden.

Wildeck. Als wichtiges Zeugnis und Dokument der hessischen Geschichte will das Land Hessen die Schlossruine Blumenstein vor dem Verfall bewahren. Die Sanierung wird sich über mehrere Jahre hinziehen.

Sie soll aber bereits in diesem Sommer beginnen.

Die Schlossruine Blumenstein ist Teil des historischen Wildecker Tals, das in der Nähe des Wildecker Ortsteils Raßdorf liegt. Das Jagdschloss war 1727 gebaut worden. Davon sind ein Teil der Grundmauern und der charakteristische Torbogen erhalten.

Hessenforst als Eigentümer der Fläche hat für dieses Jahr als erste Rate 50 000 Euro für die Sanierung zur Verfügung gestellt. „Ich gehe davon aus, dass das Land in den kommenden Jahren noch mehr Geld zur Verfügung stellen wird“, betonte Volker Neumann vom Forstamt Rotenburg.

Wildecker Tal lockt mit Natur und Geschichte

2008 war ein erstes Gutachten erstellt worden – ohne konkrete Folgen. Der Ronshäuser Walter Schöppner stieß dann eine neue Initiative an. Gemeinde, Hessenforst und Denkmalschutz setzten sich zusammen. Ein neues, aktualisiertes Gutachten lag Anfang 2016 vor. Das Ergebnis: Eine Sanierung der Ruine wird etwa 250 000 Euro kosten, berichtete Neumann.

Um langfristig den Bestand zu sichern, ist noch mehr Geld nötig, erklärte Ansgar Brockmann, Bezirkskonservator beim Landesamt für Denkmalpflege. Erhalten werden sollen nicht nur die Schlossruine auf dem Berg, sondern auch die anderen Zeugnisse der Geschichte im Wildecker Tal, das unter Denkmalschutz steht.

Dort ließ eine Nebenlinie des Landgrafen von Hessen-Kassel im 18. Jahrhundert das Lust- und Jagdschloss Blumenstein auf dem Berg errichten und später ein Sommerschloss im Tal mit einer faszinierenden Parkanlage – ähnlich dem Bergpark Wilhelmshöhe und der Karlsaue. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Schloss im Tal abgerissen und auf dem Sockel ein Haus errichtet. (dup)

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