Baubeginn wahrscheinlich nicht vor 2016 – Petition von Anwohnern

Lärmschutz muss warten

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Schienenverkehr: In Bebra und Weiterode leben die Einwohner mit der Bahn und dem entsprechenden Lärm. Archivfoto:  Schankweiler-Ziermann

Bebra. Eigentlich sollte ab diesem Jahr mit Maßnahmen zum Lärmschutz in Bebra begonnen werden. Daraus wird nun nichts: Baubeginn wird voraussichtlich erst drei Jahre später sein, im Jahr 2016. Grund ist eine Petition von Anwohnern, die vom Lärmschutz nicht mehr profitieren sollten.

Bürgermeister Horst Groß erklärte gegenüber unserer Zeitung, es werde deshalb ein neues Planfeststellungsverfahren geben. Dies habe ihm das Eisenbahnbundesamt kürzlich mitgeteilt.

Post von der Bahn

Alle Eigentümer von Häusern, an denen der Lärm den rechnerischen Durchschnittswert von 60 Dezibel nachts übersteigt und die 1974 oder früher gebaut wurden, sollten von den Lärmsanierern der Bahn angeschrieben und gefragt werden, ob sie sich an dem vom Bund finanzierten Programm beteiligen wollen. Wo Lärmschutzwände nicht ausreichen oder nicht vorgesehen sind, sollten andere Maßnahmen bezuschusst werden, wie etwa Fenster.

Mindesalter für Häuser

Die Häuser sollten von 1974 oder älter sein. Das Alter der Häuser sei Voraussetzung, hatte Ulrich Kalka von DB Netze, dem Bauherrn, während einer Bürgerversammlung Mitte Juni 2012 erklärt. Es handele sich um eine freiwillige Maßnahme des Bundes, aus der keine Ansprüche erwüchsen.

Geplant waren zahlreiche Schallschutzwände. In Bebra-Nord sieben mit insgesamt 4200 Metern Länge, die den Lärm um etwa die Hälfte mindern sollten: am Göttinger Bogen, Alheimer Weg, in den Bereichen Eichendorffstraße und Herman-Löns-Weg auf beiden Seiten der Strecke, Otto-Kraffke-Straße.

Die Wände sollten drei Meter über die Schienenoberkante ragen. 1700 Meter Lärmschutzwände (zwei bis drei Meter hoch) waren im Weite-röder Dreieck entlang der Strecke nach Bad Hersfeld sowie von Bebra nach Eisenach geplant. (ank)

Quelle: HNA

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