Familienunternehmen aus Burghaun eröffnet Euronics XXL-Filiale in Bad Hersfeld

Kurzer setzt auf Service

Ein Kurzer und ein Langer: Marktleiter Marco Langer (rechts) und Peter Kurzer freuen sich über das Spiel mit ihren Namen. Foto: Struthoff

Bad Hersfeld. Pünktlich um 6 Uhr hat gestern in der Filiale des ehemaligen Pro-Markts an der Hünfelder Straße in Bad Hersfeld der Euronics XXL-Markt des Familienunternehmens Kurzer aus Burghaun eröffnet. Zwei Millionen Euro hat Geschäftsführer Peter Kurzer in den 1650 Quadratmeter großen Elektronikfachmarkt investiert.

Die 23 Mitarbeiter wurden ebenso wie Marktleiter Marco Langer vom Vorgänger übernommen. Die zur Rewe-Gruppe gehörende Pro-Markt-Kette war verkauft worden. Seit März hatte Kurzer mit den Vorgängern verhandelt, erst Anfang November war alles in trockenen Tüchern.

„Wir wollen ein anderes Angebot bieten, als man es in Bad Hersfeld bisher kannte“, sagte Kurzer bei einer Pressekonferenz. Insgesamt wurde die Verkaufsfläche übersichtlicher gestaltet, die Regale wurden auf 1,40 Meter gekürzt, die Wege verbreitert.

Der gelernte Elektro-Installateur Kurzer setzt neben dem Verkauf von Elektro-Artikeln – darunter viele deutsche Marken wie Miele oder Loewe – stark auf Kundenservice. So bietet die Firma Kurzer ein umfangreiches Angebot von (kostenpflichtigen) Zubuchoptionen an. Sie reichen von der Lieferung der Ware über Anschlussarbeiten von Waschmaschinen und Herden bis zum Handy- und Computerservice, der das Einrichten des PC beinhaltet. Eben dieser Service-Aspekt unterscheide die Firma Kurzer von anderen Elektronikmärkten in der hart umkämpften Branche.

„Fulda ist ein Haifisch-Becken in Sachen Elektronik“, sagte Kurzer. Deshalb habe man sich für den Standort Bad Hersfeld entschieden. Gerüchte, wonach auch der Media-Markt an Bad Hersfeld interessiert sei, schrecken ihn nicht. Kurzer meint, Media Markt ziehe sich eher etwas zurück, so habe die Konkurrenz nicht ein einziges Angebot für die zur Übernahme angebotenen 57 Pro-Märkte gemacht.

Auch die Konkurrenz aus dem Internet sei kalkulierbar. „Viele Kunden informieren sich dort und kaufen dann bei uns, zumal es kaum noch Preisunterschiede gibt“, sagte Kurzer. Er fürchtet auch nicht, dass der Hersfelder Markt eine Konkurrenz für seine Filiale in Burghaun werden könnte. „Keiner fährt 25 Kilometer für einen USB-Stick“, erklärt Kurzer. „Dieser Markt hat seine Daseinsberechtigung in Bad Hersfeld.“ Hintergrund

Von Kai A. Struthoff

Quelle: HNA

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