Liedermacher Fredrik Vahle begeisterte Kinder und Erwachsene in Licherode

Von Kung Fu und Tut Si

Begeisternd: Wenn „Anne Kaffeekanne“ auf Reisen geht und im Schwarzwald dem Oberförster die Pantoffeln anziehen soll, dann macht das dem kleinen und großen Publikum einfach nur Spaß. Fotos: Apel

LICHERODE. Voller Lieder, voller Geschichten, voller Hoffnung – fast wie im Paradies: So sieht die Welt beim Kinderkonzert mit Fredrik Vahle, Dietlind Grabe-Bolz und den Fritzis in Licherode aus. Hier konnte man dem leibhaftigen Gießener Professor und der seit 2009 amtierenden Gießener Oberbürgermeisterin begegnen. Beide sind dem Ökologischen Schullandheim besonders verbunden.

Dietlind singt und tourt mit dem Liedermacher und Wortspieler seit 1979. Sie scheint es zu genießen, auf der Naturbühne von Unserland nicht an den kommunalen Schutzschirm denken zu müssen: „Gerade als Politikerin braucht man die Musik als Lebenselixier für die Seele“, sagt sie.

Da geht es auch schon los. Fredrik kommt und stellt Instrumente und Mitwirkende vor: Seine Gitarre – das Baby der Gitarre, die Ukulele, die sich in ein Handy verwandeln kann – den Bruder der Gitarre, die Bassgitarre, die die tiefen Töne macht – und die Trommel.

Nilpferd im Schlamm

Im ersten Lied geht es um „Die Katze von Lucia“, dann wird geübt, wie man klatscht, und anschließend erzählt Dietlind von „Augustin, dem Naturtalent“. Im Lied „Usamba“ wälzt sich ein Nilpferd im Nil im Schlamm. Bei „Tiger, Oma, Samurai“ Sprachwitz pur, der die Kinder begeistert, der sie erleben lässt, was passiert, „wenn Töne und Worte Hochzeit feiern und wenn ein Lied entsteht“.

Das Geschichtenlied von König Kung Fu und seinem Diener Tut Si, der das Geheimnis der kleinen Kinder erkunden soll, lässt die Jungen und Mädchen mucksmäuschenstill werden: „Sie können die ganze Nacht schreien ohne heiser zu werden!“ Weitere verblüffende Erkenntnisse folgen. Dann wünschen sich die knapp 200 Fans „Anne Kaffeekanne“. Traurig hören sie zu, als Fredrik ihnen erzählt, dass es auf seiner Urlaubsinsel gebrannt hat. Mit ihm wünschen sie sich, dass alles wieder grün wird, als er in Licherode zum allerersten Mal singt: „Wasser des Lebens fließe!“

Beim „Katzentatzentanz“ fangen Jung und Alt an zu tanzen und schließlich heißt es Abschied nehmen: „Ciao, es war schön!“ Klaus Adamaschek bedankt sich und bringt es für alle auf den Punkt: „Ihr wart so großartig, so witzig, so weise!“ Fredrik Vahle, der junggebliebene 70-Jährige, gibt Autogramme. Und nach der Reise in die Traumwelt fängt das normale Leben wieder an.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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